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Entwicklung neuer Lehr- und Lernformen: Vernetztes Studium Chemie

10.08.1999 - (idw) Technische Universität München

Das Fachinformationszentrum Chemie (FIZ CHEMIE BERLIN) will gemeinsam mit 13 deutschen Hochschulen - darunter die TU München - ein neues Chemie-Grundstudium nach dem Baukastenprinzip entwickeln und erproben. Es soll durch seine Struktur eine neue Art der individuellen Aus- und Weiterbildung mit modernen Lernformen wie zum Beispiel dem problembezogenen, entdeckenden Lernen möglich machen. Das Entwicklungsvorhaben "Vernetztes Studium - Chemie" wird für den Zeitraum 1999 bis 2004 vom Bundesforschungsministerium (BMBF) mit rund 41 Millionen Mark gefördert.

Von der TUM ist eine Arbeitsgruppe um Prof. Oskar Nuyken (Ordinarius für Makromolekulare Stoffe der TUM in Garching) am Projekt "Vernetztes Studium - Chemie" beteiligt. Nuyken ist Leiter des mit 2,3 Millionen Mark geförderten Teilprojektes "Makromolekulare Chemie als Beispiel einer Querschnittswissenschaft". In diesem Unterprojekt soll exemplarisch für die Makromolekulare Chemie eine Plattform geschaffen werden, in der die Vernetzung mit den Unterprojekten "Organische Chemie", "Anorganische Chemie", "Physikalische Chemie" und "Technische Chemie" verwirklicht wird. Gerade die Makromolekulare Chemie eignet sich für eine Querschnittsplattform: Im Gegensatz zu den "klassischen Fächern" stellt sie kein fachlich abgegrenztes Gebiet dar, sondern baut unabdingbar auf den anderen Bereichen auf.

Für das "Vernetzte Studium - Chemie" werden Lehrmittel zur multimedialen Präsentation von Information in Wissensmodulen, sowie die softwaretechnische Infrastruktur für die Nutzung der Information im Netz entwickelt. In den Lernbausteinen wird der Unterrichtsstoff mit Tutorien, interaktiven Übungen und Erfolgskontrollen aufbereitet. Multimediale Elemente wie die Visualisierung und Simulation von Experimenten und interaktiv zu erforschende Versuchsanordnungen veranschaulichen die theoretisch dargebotene Information. Ziel ist ein Baukastensystem aus allen Einzelkomponenten, mit dem sich individuelle Ausbildungsprofile entlang der jeweiligen Studiengangs- und Prüfungsanforderungen zusammenstellen lassen. Über die Ausbildungszwecke hinaus soll das Baukastenstudium eine Grundlage für die Harmonisierung der akademischen Chemieausbildung in Europa liefern.

Kontakt:
Prof. Oskar Nuyken
Lehrstuhl für Makromolekulare Stoffe der TUM in Garching
Tel: (089) 289-13571; Fax (089) 289-13562
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