Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 23. April 2014 

Theologie der Ostkirchen

11.08.1999 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Prof. Dr. Dr. Anastasios Kallis wird 65

Prof. Dr. Dr. Anastasios Kallis, Leiter des Lehr- und Forschungsgebiets Orthodoxe Theologie an der Universität Münster, vollendet am 14. August sein 65. Lebensjahr.

In Naoussa/Griechenland geboren und aufgewachsen studierte er an der Universität Thessaloniki Theologie, Philosophie, Pädagogik und Geschichte. Nach dem Examen als Diplomtheologe setzte er mit dem Wintersemester 1960/61 als Stipendiat des Bistums Münster sein Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität fort. Seitdem ist Münster zu seiner Wahlheimat geworden. Hier promovierte er 1964 in Philosophie und arbeitete seitdem als erster wissenschaftlicher Assistent am neu gegründeten Katholisch-Ökumenischen Institut, Abteilung Ostkirchen, der Universität Münster. 1974 promovierte er in Theologie, 1978 habilitierte er sich hier als erster nicht-katholischer Theologe an einer Katholisch-Theologischen Fakultät in Deutschland für das Fach "Geschichte und Theologie der Ostkirche". 1979 erhielt er die neu errichtete Professur für Orthodoxe Theologie.

Seine Arbeit beschränkte sich nicht auf die akademische Lehrtätigkeit und die Beteiligung an ökumenischen Dialogen und Kommissionen auf nationaler und internationaler Ebene. Er leistete Pionierarbeit beim Integrationsprozeß der Orthodoxen Kirche in Deutschland, mit über einer Million Gläubigen drittstärkste christliche Glaubensgemeinschaft des Landes. So beriet er das Landesinstitut für Schule und Weiterbildung in Soest bei der Erstellung des Lehrplans für das neu eingeführte Fach Orthodoxe Religionslehre in den Schulen des Landes NRW.

Seine Vision von einer "westlichen Orthodoxie östlicher Identität" fand nicht nur in wissenschaftlichen Publikationen, wie in dem zum Bestseller gewordenen Buch "Orthodoxie - Was ist das?", ihren Niederschlag, sondern auch in der von ihm initiierten Gründung der "Kommission der Orthodoxen Kirchen in Deutschland". Das hohe Ansehen und Vertrauen, das er bei den Orthodoxen aller Nationalitäten besitzt, hat dazu geführt, daß er mit Zustimmung aller orthodoxen Bischöfe in Deutschland zum Vorsitzenden der Kommission gewählt wurde. Der Ruf, den er über Deutschland hinaus genießt, zeigt sich in vielen Einladungen zu Gastvorlesungen im Ausland und Anfragen nach Beiträgen zu wissenschaftlichen Publikationen.
uniprotokolle > Nachrichten > Theologie der Ostkirchen

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/51462/">Theologie der Ostkirchen </a>