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Tag der Offenen Tür will Lust auf Chemie machen - Jenaer Jungchemiker informieren über ihr Fach

18.04.2002 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jena (18.04.02) Zu einem "Tag der Offenen Tür" lädt das Jungchemikerforum (JCF) der Uni Jena für Mittwoch, den 24. April 2002, von 9 bis 16 Uhr in den Döbereiner-Hörsaal, Am Steiger 3. Dabei stellen die jungen Chemiker ihren Studiengang und die verschiedenen chemischen Institute vor. Auch Chemie-Laien können sich dort in einer verständlichen Form über Jenaer Forschungsergebnisse informieren. Wer möchte, kann sich in den Laboratorien umsehen und so hautnah erfahren, wie ein Chemiestudium abläuft und wie Chemiker arbeiten. Zu der Veranstaltung sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen, ganz besonders aber Schülerinnen und Schüler, die in den nächsten Jahren ihr Abitur machen. Für sie gibt es eine Extraführung durch die Laboratorien mit den Anfängerpraktika. Aber auch Studenten der ersten Studienjahre können noch jede Menge lernen: Sie erfahren mehr darüber, wo die Forschungsschwerpunkte der einzelnen Institute und Arbeitsgruppen liegen, welche Themen für Diplom- oder Doktorarbeiten angeboten werden, und was man machen muss, wenn man ein oder zwei Semester an einer ausländischen Uni verbringen möchte. Die leiblichen Genüsse kommen ebenfalls nicht zu kurz: Bei Getränken und Bratwurst besteht die Möglichkeit, mit Wissenschaftlern und Studenten in ein lockeres Gespräch zu kommen.


Die Schutzbrille gehört immer dazu: Chemiker bei der Arbeit im Labor - hier an einer Versuchsanlage zur Aktivierung von elementarem Stickstoff. Foto: Peter Scheere, Uni Jena
Die Analytik ist ein wichtiger Zweig der Chemie. Im Bild ein Massenspektroskop, mit dem sich Aufbau und Eigenschaften von Molekülen und Atomen bestimmen lassen. Foto: Peter Scheere, Uni Jena Ein Chemiestudium lohnt sich wieder. Waren die großen Chemiefirmen vor einigen Jahren bei Neueinstellungen recht zurückhaltend, so sind Chemiker inzwischen heiß begehrt. Besonders gute Chancen haben die Absolventen der Uni Jena, wird hier doch - so eine Erhebung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) aus dem Jahr 2000 - am schnellsten in ganz Deutschland studiert: Die mittlere Studiendauer liegt bei gerade einmal 10,2 Semestern, im bundesdeutschen Schnitt sind es dagegen mit 12,6 Semestern rund zweieinhalb Semester mehr. In Aachen, an der Freien Universität Berlin oder Duisburg benötigt der Durchschnittsstudent gar mehr als 15 Semester, bis er sein Examen in der Tasche hat. Kein Wunder, dass sich die Zahl der Chemie-Studienanfänger in Jena seit 1994 vervierfacht hat - im Schnitt der deutschen Chemie-Fachbereiche stieg sie in der gleichen Zeit nur um magere 15 Prozent an.

Fachlich spielen die Jenaer Chemiker ebenfalls in der ersten Liga, wie der hier ansässige Sonderforschungsbereich 436 "Metallvermittelte Reaktionen nach dem Vorbild der Natur" zeigt. Bundesweit einmalig ist auch das Institut für Glaschemie, das Otto-Schott-Institut. Daneben gibt es in Jena noch fünf weitere Institute: das Institut für Anorganische und Analytische Chemie, das Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie, das Institut für Physikalische Chemie, das Institut für Technische Chemie und Umweltchemie und die Arbeitsgruppe Chemiedidaktik.

Organisiert wird der Tag der Offenen Tür vom Jungchemikerforum, einer Unterorganisation der GDCh für Chemiker unter 30 Jahren. Rund 15 Aktive gehören zu der Gruppe um Matthias Auth, Johannes Hachmann und Christian Temme. Die Jungchemiker treffen sich einmal im Monat, um über Hochschulpolitik, den Studienablauf und den Arbeitsmarkt zu reden. Pro Semester organisieren sie zwei populärwissenschaftliche Vorträge - der nächste findet am 8. Mai statt und widmet sich der "Chemischen Sprache der Insekten". Gemeinsam mit ihren Kommilitonen in Leipzig, Berlin und Dresden veranstalten sie außerdem am 23. Mai an der Uni Leipzig die "1. Mitteldeutsche Jobbörse" für Absolventen der naturwissenschaftlichen Fächer mit den Schwerpunkten Chemie und Biologie. Dort stellt sich die Creme der deutschen Chemie-Arbeitgeber vor, von der BASF über Clariant und Henkel bis zu Procter & Gamble. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, das über den Berufseinstieg informiert, gehört ebenfalls dazu.

Weitere Informationen: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Physikalische Chemie, GDCh - JCF Jena, Lessingstr. 10, Raum 266, 07743 Jena, Tel.: 0 36 41 / 94 83 27, Fax: 0 36 41 / 94 80 02, E-Mail : jungchemikerforum@uni-jena.de, oder im Internet unter http://www.uni-jena.de/chemie/jcf/. Informationen über das Chemiestudium findet man auch auf den Seiten der Gesellschaft Deutscher Chemiker: http://www.gdch.de/

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