Neue Technologien für integrierten Umweltschutz25.08.1999 - (idw) Ruhr-Universität Bochum
Zum Thema "Biotechnologie - Perspektiven für den produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS)" veranstaltet die Transferstselle Umweltbiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum am 23. September 1999 (Technologiezentrum Ruhr (TZR), Universitätsstraße 142, 44799 Bochum) ein Fachseminar.
Bochum, 25.08.1999 Nr. 183 PIUS sorgt für saubere Produktion Neue Technologien für integrierten Umweltschutz 9. Fachseminar Umweltbiotechnologie: Schadstoffe vermeiden Obwohl sich die Industrie schon seit langem mit dem Thema Umweltschutz befasst, konnten sich bisher zumeist nur nachsorgende Technologien etablieren. Besser als Schadstoffe nachträglich zu beseitigen ist es aber, sie schon bei der Produktion zu vermeiden. Die Biotechnologie gewinnt dabei immer größere Bedeutung. Zum Thema "Biotechnologie - Perspektiven für den produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS)" veranstaltet die Transferstselle Umweltbiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum am 23. September 1999 (Technologiezentrum Ruhr (TZR), Universitätsstraße 142, 44799 Bochum) ein Fachseminar, das über neue Entwicklungen und Aktivitäten auf diesem Gebiet informieren soll. (Programm siehe unten). Stoff- und Energieressourcen einsparen Auf dem Weg zu einer umweltgerechten industriellen Produktion versuchen Wissenschaftler, sowohl neue Produktionsverfahren zu entwickeln als auch problematische Stoffe und Materialien durch umweltverträgliche zu ersetzen. Die Biotechnologie verspricht hier Fortschritte: Stoffproduktionen und -umwandlungen laufen unter milden Bedingungen im wässrigen Medium ab. Sie sind berechenbar und speziell, so dass gegenüber der herkömmlichen Produktion Stoff- und Energieressourcen eingespart werden. Abfälle, die dabei anfallen, sind biologisch abbaubar. Mit Hilfe gentechnologischer Methoden können die Biotechniker für die Industrie Organismen züchten, die unter Umweltschutzgesichtspunkten ideale Eigenschaften haben. Eine schwere Belastung für die Umwelt ist auch die Verwendung fossiler Rohstoffe zur Energiegewinnung und zur Herstellung von Werkstoffen und Chemikalien. Die Forscher legen daher einen weiteren Schwerpunkt auf den Versuch, fossile durch nachwachsende oder biotechnologisch produzierte Rohstoffe zu ersetzen. Die Referenten aus der Wissenschaft werden im Seminar neue Forschungsergebnisse vorstellen, etwa Fortschritte auf dem Gebiet der Algentechnologie und bei der Entwicklung von Biokunststoffen auf Stärkebasis. Ökonomische AspekteDoch auch der ökonomische Aspekt des produktintegrierten Umweltschutzes soll nicht zu kurz kommen. Vertreter aus Wirtschaftsunternehmen informieren die Zuhörer über Verwendungsmöglichkeiten der Biotechnologie z. B. in der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie, in der Textilindustrie und in der Landwirtschaft. Außerdem stellt das Bundesumweltamt seine Aktivitäten im Bereich PIUS vor. Das Fachseminar richtet sich vor allem an Interessenten aus Behörden, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Programm 13:00 Uhr, Einführung Dr. S. Brandt, Ruhr-Universität Bochum 13:15 Uhr, Biokunststoffe auf Stärkebasis - Einsatzmöglichkeiten und Markt-potenzial J. Lörcks, Biotec GmbH, Emmerich 13:35 Uhr, Potenzial der Algentechnologie am Beispiel von Carotinoiden und der "grünen Wasserspaltung" Prof. Dr. M. Rögner, Ruhr-Universität Bochum 13:55 Uhr, Neue Biokatalysatoren zur Herstellung enantiomeren-reiner Produkte PD Dr. K.-E. Jäger, Ruhr-Universität Bochum 14:15 Uhr, Einsatzpotenzial extremophiler Mikroorganismen in der Industrie Prof. Dr. R. Hensel, Universität-GH Essen 15:10 Uhr, Angewandte Biotechnologie in der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie Dr. K.-H. Maurer, Henkel KGaA, Düsseldorf 15:30 Uhr, Status der Gentechnik in der Landwirtschaft H.B.T. Wagner, Monsanto GmbH, Düsseldorf 15:50 Uhr, Produktionsintegrierte biotechnologische Verfahren in der Textil-indstrie - Ökologische und ökonomische Aspekte P. Gebhart, DECHEMA e.V., Frankfurt 16:10 Uhr , Aktivitäten des Umweltbundesamtes im produktionsintegrierten Umweltschutz Dr. W. Dubbert, Umweltbundesamt, Berlin 17:00 Uhr, Ende der Veranstaltung Ort: Technologiezentrum Ruhr (TZR), Universitätsstraße 142, 44799 Bochum Weitere Informationen Dr. Silke Brandt, Dipl.-Biol. Dietmar Tappe, Transferstelle Umweltbiotechnologie der RUB, Im Lottental 36, 44801 Bochum, Tel. 0234/700-6952 -7302
| uniprotokolle > Nachrichten > Neue Technologien für integrierten Umweltschutz | |
|