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Internationales Symposium: Materialverhalten poröser Festkörper unter der Lupe

27.08.1999 - (idw) Universität Stuttgart

Rund 100 Fachleute aus Europa und Übersee treffen sich vom 5. bis zum 10. September 1999 an der Universität Stuttgart, um beim internationalen Symposium "Theoretical and Numerical Methods in Continuum Mechanics of Porous Materials" kontinuumsmechanische und numerische Methoden für poröse Materialien zu diskutieren. Die Teilnehmer, eine Gruppe weltweit renommierter Wissenschaftler, erwarten von diesem Erfahrungsaustausch in Stuttgart einen wesentlichen Fortschritt sowohl bei der mathematischen Modellierung des Materialverhaltens als auch bei der numerischen Beschreibung poröser Stoffe. Die wissenschaftliche Leitung des unter dem Dach der International Union of Theoretical and Applied Mechanics (IUTAM) stattfindenden Symposiums hat Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Ehlers vom Institut für Mechanik im Bauwesen der Uni Stuttgart.
Poröse Materialien kommen bei vielen Ingenieuranwendungen vor; die Bandbreite reicht vom Bauingenieurwesen über den Maschinenbau bis zur Biomechanik. Diese Materialien haben eine Mikrostruktur mit einem offenen oder geschlossenen Porenraum, der in der Regel gas- oder flüssigkeitsgefüllt ist. Typische Anwendungsbeispiele finden sich in der Boden- und Felsmechanik sowie der betonorientierten Materialwissenschaft. Besonders im Interesse der Wissenschaft stehen neue Materialien wie aufgeschäumte bzw. feingießtechnisch oder mit Platzerhaltungswerkstoffen (Pellets) hergestellte Polypropylen-, Aluminium- oder Titanwerkstoffe sowie Biomaterialien.

Anwendungsgebiete von Bodenmechanik bis Biomedizin
Kontinuums- und materialtheoretische Ansätze zur Beschreibung der Feststoffe und des Porenfluids ermöglichen es im Zusammenspiel mit Lösungsalgorithmen, auch kompliziertere Anfangs-Randwertprobleme im Rahmen der Finite-Elemente-Methode (FEM) oder anderer Verfahren exakt zu behandeln. Anwendungsgebiete sind beispielsweise Konsolidationsprobleme der Bodenmechanik oder Festigkeitsuntersuchungen von Böschungen. Diese Methoden werden auch bei Deformations- und Strömungsanalysen von Knorpelelementen eingesetzt; aus den Ergebnissen lassen sich Rückschlüsse auf die lokale Belastbarkeit und die Einsatzmöglichkeiten von Implantaten ziehen.

Weitere Informationen:
Institut für Mechanik im Bauwesen der Uni Stuttgart, Pfaffenwaldring 7, 70569 Stuttgart, Tel. 0711/685-6345, -6344, Fax 0711/685-6347, e-mail: ehlers@mechbau.uni-stuttgart.de, diebels@mechbau.uni-stuttgart.de
www.mechbau.uni-stuttgart.de/iutam-99/index.html
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