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Uni und FH Augsburg - gemeinsam Partner der Wirtschaft

07.09.1999 - (idw) Fachhochschule Augsburg

Universität und Fachhochschule Augsburg koordinieren ihre Transferangebote

Im Rahmen des von der Bayern Innovativ GmbH geförderten Projekts "Universität Augsburg und Fachhochschule Augsburg: Partner der Wirtschaft" wurden die Kontaktstellen für Wissens- und Technologietransfer der Universität und der Fachhochschule Augsburg um jeweils zwei Mitarbeiter
erweitert. Ihre Aufgabe ist es, Firmen der Region über Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Hochschulen zu informieren und Transferprojekte zu initiieren. Die mittlerweile entwickelte gemeinsame Informationsmappe sowie
die Initiative allgemein werden am Dienstag, dem 21. September 1999, im Beisein des Wirtschaftsreferenten der Stadt Augsburg vorgestellt werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zu dieser Präsentation herzlich
eingeladen (Beginn 10.30 Uhr im Kleinen Sitzungszimmer des Augsburger Rathauses, 2. Stock).

Immer mehr Firmen profitieren von einer Zusammenarbeit mit Universität und Fachhochschule. Gleichwohl sind die Hochschulen eine noch zu wenig genutzte Quelle für die Entwicklung innovativer Technologien, die zu
konkurrenzfähigen Produkten und neuen Arbeitsplätzen führen.

Durch das von der Bayern Innovativ GmbH geförderte Projekt "Universität Augsburg und Fachhochschule Augsburg: Partner der Wirtschaft" sollen diese Defizite im kontinuierlichen Wissens- und Technologieaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft abgebaut werden. Vier Projektmitarbeiter werden
in den nächsten Monaten Firmen in der Region Augsburg-Schwaben besuchen und das wissenschaftliche Leistungspotential sowie neueste technologische
Erkenntnisse beider Hochschulen vorstellen. Dabei sollen neue Kooperationen angeregt werden.

Die Vorteile

Der Zusammenschluss beider Hochschulen im Bereich "Wissens- und Technologietransfer" bringt den Firmen erheblichen Nutzen: Bereits beim ersten Kontakt kann auf ein breites Wissensspektrum zugegriffen werden. Eine Vielzahl sich ergänzender Bereiche werden von Universität und Fachhochschule abgedeckt, so z. B. Architektur, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Elektrotechnik, Festkörperchemie, Geschichte, Gestaltung, Informatik, Jura,
Maschinenbau, Mathematik, Multimedia, Pädagogik, Philosophie, Physik, Politik, Psychologie, Soziologie, Sprach- und Literaturwissenschaften, Umwelttechnik.

Ein weiterer Pluspunkt für die Unternehmen ist darüber hinaus die gebotene Entwicklungstiefe. Von der Grundlagenforschung (typischerweise in der Universität) über die Konstruktion bis hin zur Prototypenentwicklung(typischerweise in der Fachhochschule) ist alles denkbar.

Im Rahmen von Transferprojekten kann die moderne Infrastruktur und High-Tech-Ausstattung der Hochschulen mitgenutzt werden, was für die beteiligten Firmen eine enorme Senkung ihrer Investitionskosten bedeutet.

Die Zusammenarbeit wird von den Transferstellen begleitet und unterstützt. Neben der Akquisition und Vermittlung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft übernehmen sie die Planung und Koordination der Kooperationen, beantragen
Fördermittel, gestalten Verträge und überwachen den Projektverlauf bis zur endgültigen Abwicklung. Sie entbinden somit die Projektpartner von zeitraubender Administration und ermöglichen einen unbürokratischen Austausch von Know-how.

Das Angebot

Gerade für kleine und mittelständische Firmen stellt die Verdopplung des Wissens innerhalb weniger Jahre ein Problem dar, das nicht ­ wie bei Großunternehmen ­ durch einen ständigen Fluss neuer qualifizierter Mitarbeiter zumindest teilweise ausgeglichen werden kann. Hier ist vielmehr
lebenslanges Lernen aller Mitarbeiter notwendig. Unbestritten ist ein hoher Bedarf an Fort- und Weiterbildung vorhanden.

Im Bereich "Inhouse-Seminare" bieten die beiden Hochschulen Firmen die Möglichkeit, Seminare im eigenen Haus ausschließlich für Mitarbeiter des Unternehmens zu veranstalten. Das Angebot reicht von bewährten bis hin zu
individuell angepassten Schulungsprogrammen.

Das "kontaktstudium management" ist ein Fortbildungsangebot der Universität Augsburg. Es richtet sich an Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung. In über 50 Seminaren pro Semester werden praxisrelevante Inhalte berufsbegleitend an der Universität angeboten. Jedes Seminar ist in sich
abgeschlossen und kann einzeln belegt werden. Wer sich jedoch ausgewählten Schwerpunkten intensiver widmen und hierfür Universitätszertifikate erwerben möchte, kann zu Themen wie "Unternehmerisch denken lernen", "E-Commerce",
"Projektmanagement", "Umweltmanagement" oder "Leadership Competencies" ganze Seminarreihen buchen, diese mit einer Prüfung abschließen und ein Zertifikat erwerben.

Das Weiterbildungsstudium "Umwelttechnik-Immissionsschutz" der Fachhochschule Augsburg steht diplomierten Absolventen einer Hochschule aus den Gebieten des Ingenieurwesens, der Chemie oder der Physik offen. Dieser Studiengang umfasst die Themenschwerpunkte "Energie und Umwelt, Wasserreinhaltung und -aufbereitung, Luftreinhaltung, Analytik, Lärm- und
Brandschutz, Abfallwirtschaft und Umweltrecht". Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das die "Grundausbildung zum Immissionsschutz-Beauftragten" bescheinigt. Das weiterbildende Masterstudium Baumanagement an der Fachhochschule ist für Architekten und Bauingenieure mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung konzipiert. Studienziel ist, die Architekten- bzw. Bauingenieurausbildung zu ergänzen und vertiefen sowie die interdisziplinäre Lücke zwischen diesen beiden Fachrichtungen zu schließen.

Als erste Bayerische Hochschule bietet die Universität Augsburg einen viersemestrigen Studiengang "Unternehmensführung" an. Er schließt mit der
Verleihung des staatlich anerkannten akademischen Grades "Master of Business Administration" ab. Dieser MBA-Studiengang bereitet vor allem Akademiker
ohne betriebswirtschaftliches Basiswissen auf künftige Herausforderungen und verantwortungsvolle Managementpositionen vor. Damit die Teilnehmer ihre
Karriere nicht unterbrechen müssen, findet die Wissensvermittlung berufsbegleitend statt. Mindestens sieben Wochen lang studieren die Teilnehmer des MBA-Programms an der Partneruniversität Pittsburgh in den USA.

Im Wissens- und Technologietransfer erhalten Firmen die Möglichkeit, auf aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Technik zuzugreifen und sich an der Entwicklung neuer Erkenntnisse im Rahmen von Forschungs- und Förderprogrammen zu beteiligen. Die Hochschulen bieten darüber hinaus
individuell auf die Firmen zugeschnittene Dienstleistungen wie Untersuchungen, Beratungen, Analysen, Messungen und Gutachten an. Im Rahmen der Kooperationen werden für komplizierte Prozesse der Praxis individuelle
Lösungskonzepte und neue Verfahren entwickelt und gemeinsam umgesetzt.

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Für weitergehende Fragen zum Wissens- und Technologietransfer stehen an den
beiden Hochschulen die folgenden Ansprechpartner zur Verfügung:

Fachhochschule Augsburg, Baumgartnerstraße 16, 86161 Augsburg
Prof. Dr. Hans-Ingo Bolling
Tel.: (0821) 5586-156, Fax: (0821) 5586-222, e-Mail:
techtrans@fh-augsburg.de
Petra Buchner
Tel.: (0821) 5586-256, Fax: (0821) 5586-222, e-Mail:
techtrans@fh-augsburg.de

René Preischl
Tel.: (0821) 5586-256, Fax: (0821) 5586-222, e-Mail:
techtrans@fh-augsburg.de

Universität Augsburg, Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer, 86135
Augsburg
Dr. Gabriele Höfner
Tel: (0821) 598-4012, Fax: (0821) 598-4291, e-Mail:
gabriele.hoefner@zww.uni-augsburg.de
Anja Kottmair
Tel: (0821) 598-3008, Fax: (0821) 598-4291, e-Mail:
anja.kottmair@zww.uni-augsburg.de
J. Egon Morper
Tel: (0821) 598-4389, Fax: (0821) 598-4291, e-Mail:
egon.morper@zww.uni-augsburg.de

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Falls Sie an der Pressekonferenz teilnehmen, erbitten wir eine kurze Nachricht an:
klaus.prem@presse.uni-augsburg.de
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