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"Bohlmann-Vorlesung" an der TU Berlin und Verleihung des Schering-Preises

20.10.1999 - (idw) Technische Universität Berlin

Dissertation über Zollstock für Proteine erhält Schering-Preis 1998
Weltweit renommierter Chemiker Ryoji Noyori hält "Bohlmann-Vorlesung" an der TU Berlin
Einladung


ACHTUNG bitte unbedingt SPERRFRIST FÜR DEN SCHERING-PREIS beachten: 25. Oktober 1999, 17.30 Uhr


Der Schering-Preis 1998 für hervorragende Dissertationen, die an der TU Berlin im Fach Chemie ent-standen sind, geht an Dr. Stephan G. Zech. Er erhält den mit 10.000,- DM dotierten Preis, der von der Schering Forschungsgesellschaft gestiftet und seit 1986 von der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin verleihen wird, für seine Dissertation über einen "Zollstock" für Proteine ("Pulsed and Transient Electron Paramagnetic Resonance Spectroscopy on Light-Induced Radical Pairs in Photosynthetic Reaction Centers"). Die Arbeit ist bei Prof. Dr. Wolfgang Lubitz am Max-Volmer-Institut der TU Berlin entstanden. Die Laudatio wird Prof. Dr. Peter Weyerstahl, Institut für Organische Chemie der TU Berlin halten.

Vor der Preisverleihung findet die "Bohlmann-Vorlesung" statt, die seit 1989 jährlich von der Schering AG und dem Institut für Organische Chemie der TU Berlin organisiert wird. Sie wurde nach der Emeritierung des langjährigen Leiters des Instituts, des 1991 verstorbenen Prof. Dr. Ferdinand Bohlmann, eingeführt. Für diese Veranstaltung, die über den Rahmen einer gewöhnlichen wissenschaftlichen Vorlesung hinaus geht, wählen TU Berlin und Schering AG gemeinsam herausragende Wissenschaftler aus.
In diesem Jahr handelt es sich um den weltweit renommierten Chemiker Professor Ryoji Noyori von der Nagoya Universität, einer privaten Hochschule in Japan. Er gilt seit Jahren als ein Kandidat für den Nobelpreis. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt, zuletzt erhielt er den angesehenen King Feisal International Prize. Professor Noyori hat auf allen wichtigen Gebieten der anorganischen und organischen Chemie gearbeitet. Bahnbrechend waren seine Beiträge über Asymmetrische Katalyse.
Er wird seinen Vortrag über "Asymmetric Catalysis: Science and Opportunities" in englischer Sprache halten.

Wir laden sie recht herzlich zu den beiden Veranstaltungen ein.

Zeit: am Montag, dem 25. Oktober 1999, 16.15 Uhr

Ort: TU Berlin, altes Chemiegebäude, Raum C 243, Straße des 17. Juni 115, 10623 Berlin


Programm

16.15 Uhr "Bohlmann-Vorlesung", Professor Ryoji Noyori
17.30 Uhr Verleihung des Schering-Preises

Zu dem diesjährigen Schering-Preisträger:


Zollstock für Proteine

Durch den Prozess der Photosynthese wandeln Pflanzen die Energie des Sonnenlichts in chemisch nutzbare Form um. Dabei werden Kohlenhydrate als Nahrung für Tiere und Menschen produziert sowie Sauerstoff in die Atmosphäre freigesetzt. Die durch die Photosynthese produzierten Kohlenhydrate sind ebenfalls die Grundlage für fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas.
In den primären Prozessen der Photosynthese benutzt die Natur große Proteine, die in einer Zellmembran eingelagert sind. Die Struktur der Proteine ist heute noch nicht im Detail bekannt.
Durch die Energie des Sonnenlichts findet innerhalb der Proteine ein sogenannter Elektronentransfer statt. Dabei wird ein Elektron über verschiedene Moleküle von einer Seite der Membran zur anderen transportiert.
Ziel der Arbeit von Dr. Stephan G. Zech war es, den Abstand zwischen einigen der beteiligten Moleküle zu bestimmen. Mit Hilfe einer neuen Methode der Elektronenspinresonanz konnten die Abstände präzise gemessen werden. Die Ergebnisse trugen somit wesentlich zum Verständnis von Struktur und Funktion der Proteine bei.

Stephan G. Zech, 1970 in Berlin geboren, studierte 1990 bis 1995 Chemie an der TU Berlin. Seit Juli 1998 ist Stephan Zech Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Volmer-Institut der TU Berlin im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Hochfeld-EPR in Biologe, Physik und Chemie" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Im Juni dieses Jahres hatte er bereits den Carl-Ramsauer-Preis erhalten.


Weitere Informationen erteilen Ihnen gern für den Schering-Preis: Frau Doris Lamprecht, Geschäfts-stelle der Gesellschaft von Freunden der Technischen Universität Berlin e. V., Tel.: 030/314-23758, Fax: -79473, E-Mail: sekretariat@freunde.tu-berlin.de, und für die Bohlmann-Vorlesung: Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Schwarz, Institut für Organische Chemie der TU Berlin, Tel. -23483, Fax: -21102, E-Mail: schw0531@www.chem.tu-berlin.de
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