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Ergebnisse einer Umfrage unter 1.200 Würzburger Studierenden

29.10.1999 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Nähe zum Wohnort und Attraktivität der Stadt sind maßgeblich für Studienplatzwahl

Die Studierenden der Universität Würzburg sind mit den Studienbedingungen an ihrer Universität sehr zufrieden. Dies ist einer aus einer ganzen Reihe von durchaus positiven Aspekten, die in der Beurteilung der Studierenden über ihre Universität herausgekommen sind. Sie sind das Ergebnis einer Umfrage, die im Sommersemester im Auftrag der Universität mit Unterstützung durch die Stadt Würzburg und die Würzburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe von dem Meinungsforschungsinstitut "icon" (Nürnberg) bei 1.210 Studierenden mittels Interviews durchgeführt wurde.

Die Hochschulleitung stellte die Ergebnisse der Umfrage am Donnerstag abend, 29. Oktober, zusammen mit Vertretern von icon bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Universität am Sanderring vor. Bereits zuvor hatte Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem bei einer Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass die Hochschulleitung diese Ergebnisse sehr ernst nehmen werde, besonders, wenn es um mögliche Verbesserungen für die Situation der Studierenden gehe.

Der Mittelwert der Zufriedenheit der Würzburger Studierenden liegt auf der Skala von eins bis fünf bei 3,6. Nur ein Prozent aller Befragten geben an, mit den Würzburger Studienverhältnissen überhaupt nicht zufrieden zu sein. Offenbar bietet die Universität in Bezug auf die rein universitären Gesichtspunkte den meisten Studenten vieles von dem, was aus ihrer Sicht im Hinblick auf ein erfolgreiches und angenehmes Studium von Bedeutung ist.

Ausschlaggebend, sich für ein Studium an der Julius-Maximilians-Universität einzuschreiben, ist, so das Umfrageergebnis, für die Mehrzahl der Studenten die Nähe zum Wohnort und die Attraktivität der Stadt Würzburg und ihrer Umgebung. Nur 18 Prozent der Befragten geben an, sich aufgrund des guten Rufes an der Universität eingeschrieben zu haben. Dieses Ergebnis lässt den Rückschluss zu, dass die Universität Würzburg in ihrem Außenauftritt Defizite hat und in der Öffentlichkeit unterbewertet wird.

Als eine wesentliche Stärke der Universität wird vor allem von den Wirtschaftswissenschaftlern und Juristen die Übersichtlichkeit bzw. überschaubare Größe der Universität und ihre zentrale Lage hervorgehoben. In diesem Zusammenhang bewerten besonders die Mediziner und Physiker die überschaubaren Studentenzahlen als wichtigen Vorteil. Die Hubland-Studenten, vornehmlich die Biologen und Physiker, loben ihren Campus beziehungsweise das Biozentrum.

Insgesamt fühlen sich die Studenten gut und schnell in das Uni-Leben integriert und würden ihre Universität weiter empfehlen. Die Studenten der Philosophischen Fakultät I fühlen sich in der Residenz und den dortigen Unterrichtsräumen wohl, während die Biologen und Physiker die gute Ausstattung ihrer Fakultäten bestätigen. Interessanterweise wird auch der Ruf der Universität als gut empfunden, besonders von den Medizinern und Geowissenschaftlern.

Die in der Stadt verstreuten Einrichtungen der Universität und die weiten Wege stellen vor allem für die Mediziner und die Studenten der Philosophischen Fakultät III am Wittelsbacherplatz einen entscheidenden Nachteil dar. Über die schlechte Regelung des öffentlichen Nahverkehrs (Busverbindung) beschweren sich vornehmlich die Studenten am Hubland. Die Parkplatzsituation wird besonders von den Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlern, den Medizinern, den Theologen sowie den Studenten der Philosophischen Fakultät I (Residenz) als unzureichend moniert. Die Chemiker beanstanden die alten Gebäude und Unterrichtsräume, während die Physiker die schlechten Öffnungszeiten der Campus-Mensa vor allem am Abend kritisieren. Über zu große Studentenzahlen beschweren sich schließlich die Geowissenschaftler und die Studenten der Philosophischen Fakultät II.

Immerhin etwa die Hälfte der befragten Juristen und Biologen empfinden das Studienklima als anonym. Umgekehrt stimmen nur sechs Prozent der Studenten der Philosophischen Fakultät I diesem Urteil zu. Konsequenterweise beurteilen sogar 64 Prozent der Studenten der gleichen Fakultät das Uni-Leben als menschlich nah. Die deutliche Mehrheit der Studenten (69 Prozent!) verspürt in Bezug auf die Universität eine Verbundenheit. Dieses "Wir-Gefühl" ist bei den Studenten in den Anfängersemestern etwas deutlicher ausgeprägt als bei den Examenskandidaten. Unter den Biologen beantworten etwa die Hälfte der Probanden die Frage nach dem Vorhandensein eines "Wir-Gefühls" mit "Nein".

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