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Denken im Umbruch: Osteuropas Philosophen heute

23.08.2002 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Podiumsdiskussion des Collegium Europaeum Jenense am 1. September

Jena (23.08.02) Politiker und Bürgerrechtler, Heckenschützen und Menschenhändler - am gesellschaftlichen Umbruch in Osteuropa sind viele Kräfte beteiligt. Welche Rolle spielen die Philosophen dabei? Hat ihr Denken noch Einfluss auf den Gang der Ereignisse? In einem Podiumsgespräch des Collegium Europaeum Jenense (CEJ) am 1. September werden acht osteuropäische Philosophen diese Fragen miteinander diskutieren. Zu dem Gedankenaustausch ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Die Diskussion unter dem Titel "Beiträge zur Standortbestimmung - Philosophie in den Ländern Mittel- und Osteuropas" findet von 9-12 Uhr im Senatssaal der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 1, statt.

Aktueller Anlass der Veranstaltung ist der Kongress zu Glauben und Wissen im Werk des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). Vom 28. August bis 1. September führt die internationale Tagung rund 300 Hegel-Forscher an der Jenaer Universität zusammen. "Der Hegel-Kongress mit seinen vielen osteuropäischen Teilnehmern ist eine gute Gelegenheit, um nach dem heutigen Standort der Philosophie im ehemaligen Ostblock zu fragen. Schließlich gehen die Ideen zur modernen bürgerlichen Gesellschaft, an denen sich die Bürgerrechtsbewegungen vor 1989 orientierten, auch auf Hegel zurück", erklärt der CEJ-Vorsitzende Prof. Dr. Dr. Ulrich Zwiener. Der Mediziner und Philosoph von der Uni Jena, der die Gesprächsrunde moderieren wird, weist außerdem auf die Brückenfunktion des 1991 gegründeten CEJ hin: "Unsere Anliegen sind es, das Zusammenwachsen ganz Europas zu fördern und die demokratischen Strukturen in Mittelost- und Osteuropa zu stärken. Mit Veranstaltungen wie der Jenaer Podiumsdiskussion möchten wir dazu beitragen, dass die Menschen im Westen und Osten unseres Kontinents einander geistig näher kommen."

An dem Gespräch nehmen Gäste aus Polen, Tschechien und Weißrussland, aus Serbien und Rumänien, Bulgarien, Ungarn und der Slowakei teil. Dem deutschen Publikum bereits bekannt sind vor allem die polnischen Philosophen Marek Siemek (Warschau) und Karol Bal (Breslau), aber auch der Politologe Dragan Simeunovic von der Universität Belgrad.

Hinweis für die Medien: Im Anschluss an die Diskussion besteht Gelegenheit zu Interviews mit den Teilnehmern.
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