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Multiple Sklerose

05.11.1999 - (idw) Universität Ulm

Multiple Sklerose - eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen
Symposium am 20. November 1999

Über neue Entwicklungen in Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose (MS) handelt ein Symposium am 20. November 1999, das von der Neurologischen Klinik der Universität Ulm unter Leitung ihres Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Albert C. Ludolph veranstaltet wird und im Hörsaal des Rehabilitationskrankenhauses Ulm (RKU) auf dem Oberen Eselsberg stattfindet. Die Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung, die das Gehirn und/oder das Rückenmark befällt. Sie zählt zu den häufigsten neurologischen Krankheiten des frühen und mittleren Erwachsenenalters. Allein in Deutschland sind etwa 120.000 Menschen betroffen. Durch autoimmunentzündliche Herde werden die Isolierschicht (Myelin) der Nerven zerstört und die Fortleitung der Nervensignale beeinträchtigt. Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie), Spastik, Blasenstörungen, skandierende Sprache, Augenmuskellähmungen u.a. sind typische Symptome. Häufig treten aber auch symptomarme und dementsprechend leichtere Verlaufsformen auf.

Die Therapie der Multiplen Sklerose hat in den letzten Jahren nicht zuletzt dank der Ergebnisse mehrerer großer Multicenter-Studien einen ungeahnten Aufschwung erfahren. Für verschiedene immunmodulierende Substanzen konnte gezeigt werden, daß sowohl die Zahl der Krankheitsschübe als auch der Kranheitsfortschritt (Progression) beeinflußbar sind. Immunmodulation bedeutet eine Umstimmung des Immunsystems mittels Medikamenten (zum Beispiel Interferon, Immunglobuline) mit dem Ziel, daß es nicht mehr gegen den eigenen Organismus aktiv wird. Auf dem Ulmer Symposium wird der derzeitige Erkenntnisstand von namhaften Referenten vorgestellt. Neben den modernen immunmodulierenden Therapiekonzepten stehen Epidemiologie, Verlaufsformen, Pathogenese, bildgebende Diagnostik und Labordiagnostik zur Verhandlung. Auch die symptomatische Therapie sowie Fragen der Rehabilitation und Nachsorge als grundlegende Voraussetzungen sinnvoller therapeutischer Strategien vom Beginn der Krankheit an sind thematische Bestandteile des Symposiums.

Die Presse ist zur Teilnahme an dem Symposium herzlich eigeladen.
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