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Sommerkurs am Polarkreis

23.08.2002 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Zwei Wochen lang verbrachten 30 Studierende aus 14 europäischen Ländern nördlich des Polarkreises an der Forschungsstation Abisko in Nordschweden, um im Rahmen eines Sommerkurses Konzepte und Methoden zum globalen Wandel und seinen Folgen für Mensch und Natur im hohen Norden kennen zu lernen. Geleitet wurde der Kurs von Prof. Dr. Manfred Lange und Dörte Poszig vom Zentrum für Umweltforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Der von der Europäischen Kommission finanziell unterstützte Kurs fand nach 1999 in diesem Sommer zum zweiten Mal statt. Die teilnehmenden Studierenden und Graduierten aus unterschiedlichen natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Studiengängen - von der Geophysik bis zu den Wirtschaftswissenschaften - hatten Gelegenheit, mit über 25 Experten verschiedener Nationalitäten und Fachwissenschaften aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und internationalen Organisationen im Rahmen von Vorlesungen, Diskussionsforen und Exkursionen in einen interdisziplinären Dialog zu treten.

In sieben Themenblöcken wurde auf generelle Aspekte globaler Umweltveränderungen und ihre Auswirkungen eingegangen. Fragen der Klimamodellierung und der möglichen konkreten Konsequenzen für Land- und Meeresökosysteme sowie für wichtige Wirtschaftszweige in Nordeuropa wurden eingehend diskutiert. Hierzu gehören etwa die Verlagerung der nördlichen Waldgrenze, das Auftauen von Dauerfrostböden und der Rückgang der Meereisdecke im Arktischen Ozean Die Erörterung der Chancen einer gesamtheitlichen, auf regionaler Skala angelegten Klimafolgenforschung im Norden und die Erörterung von Möglichkeiten politischer Maßnahmen, die den Folgen einer Klimaveränderung entgegenwirken können, rundeten das Kursprogramm ab.

Wichtiges Anliegen war es dabei stets, die komplexen Beziehungen zwischen Umwelt und Gesellschaft im Rahmen globaler Umweltveränderungen aufzuzeigen und die Bedeutung interdisziplinärer Forschung und einer Kooperation zwischen Wissenschaft und Entscheidungsträgern sowie wichtigen gesellschaftlichen Interessengruppen hervorzuheben.

Einer der Teilnehmer brachte seine Erfahrungen so auf den Punkt: "Bisher habe ich mich vor allem um die mathematischen Probleme von Klimamodellen gekümmert. Jetzt habe ich gelernt, dass es genau so wichtig ist, sich auch damit zu beschäftigen, wie die Menschen mit den Klimaveränderungen fertig werden, die meine Modelle vorhersagen."
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