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Tag der Forschung am 18. November

15.11.1999 - (idw) Technische Universität Clausthal

Mit Mathematik zu kürzeren Wartenzeiten bei Bus und Bahn, Katalysatoren machen den Schadstoffcocktail im Abwasser für Bakterien "schmackhaft"- Diese und andere Einblicke in die Vielfalt ihrer Forschung bietet die TU Clausthal am 18. November in der Aula, Aulastraße 8, in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr. Zu der Veranstaltung wird herzlich eingeladen.


Schematische Darstellung des Dünnfilm-Festbettreaktors MINDERUNG VON DIESELMOTOR-EMISSIONEN DURCH SCHWEFELARME KRAFTSTOFFE
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Die Europäische Union will ab dem Jahr 2000 die Abgasgrenzwerte für Autos drastisch senken und die Fahrzeugindustrie benötigt, um dieses Ziel erreichen zu können, hierfür schwefelarme Kraftstoffe. Das Clausthaler Umwelttechnik-Institut, die CUTEC GmbH, zeigt, wie durch einen neuartigen Herstellungsweg der geforderte Grenzwert zu deutlich niedrigeren Kosten als zuvor möglich eingehalten werden kann.

SOLARE ABWASSERBEHANDLUNG
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Trinkwasser ist gerade in heißen und trockenen Entwicklungsländern bei wachsender Bevölkerung ein wertvolles Gut. Am Institut für Thermische Verfahrenstechnik wurde ein Verfahren entwickelt, wie mit fein im Abwasserstrom verteilten Titandioxidteilchen einfach durch die Sonnenlichteinstrahlung die für den Menschen schädlichen organischen Verbindungen "aufgeknackt" und damit für Bakterien "schmackhaft" gemacht werden können.

VERBESSERUNG DES ÖFFENTLICHEN VERKEHRS MIT GEZÜCHTETEN FAHRPLÄNEN
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Am Institut für Mathematik wurde mit neuronalen Netze ein "Zwischen Baum- und Borke"-Problem gelöst: Der Bus- und Bahnkunde ärgert sich über spät kommende oder verpaßte Anschlußzüge. Wer aber auf der anderen Seite die Aufgabe besitzt den Fahrplan aufzustellen, darf die Kosten nicht aus dem Auge verlieren. So darf er beispielsweise sicher nicht beliebig viele Busse anschaffen, um das Ziel der schnellstmöglichen Beförderung der Fahrgäste zu erreichen. Der Kompromiss zwischen diesen beiden, einander entgegengesetzt laufenden Anforderungen kann mit Hilfe "gezüchteter Fahrpläne" gefunden werden.

RECYCLING VON LEUCHTSTOFFRÖHREN
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100 Millionen ausgediente Leuchtstofflampen fallen in Deutschland jedes Jahr an. Sie sind aufgrund des Quecksilbergehaltes ein überwachungspflichtiger Sonderabfall. Am Institut für Aufbereitung und Deponietechnik ist nun ein Verfahren entwickelt worden, mit dem es gelingt, giftiges Quecksilber abzutrennen und den Leuchtstoff (Yttrium/Europiumoxid) frei von Verunreinigungen zurückzugewinnen. Auf diese Weise kann er ohne Einschränkung wieder in der Lampenproduktion verwendet werden kann.

Diese und andere Beispiele Clausthaler Forschung werden in allgemeinverständlichen Vorträgen sowie einer begleitenden Posteraustellung vorgestellt.

Das vollständige Programm ist im Internet unter: http://www.tu-clausthal.de/akt/tdf99.html abrufbar.
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