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Energiegewinnung aus Biomasse attraktiv für hessische Wirtschaft

12.11.1999 - (idw) Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.V. ISET

Die energetische Biomassenutzung bietet der heimischen Industrie in Hessen ein zukunftsträchtiges Betätigungsfeld in einem noch größtenteils unerschlossenen Wachstumsmarkt. Das ist das Fazit eines Workshops "Energie aus Biomasse", der am 12. November in Hanau stattfand. Dabei gilt es, an einer dynamischen Entwicklung teilzuhaben: Die Europäische Union will bis zum Jahr 2010 12 % seines Verbrauchs durch erneuerbare Energien decken. Etwa ¾ des dazu notwendigen Zuwachses der regenerativen Energieträger sollen aus Biomasse kommen.

Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen hat in den letzten Jahren vor dem Hintergrund weltweit wachsender Energienachfrage und der damit verbundenen Umweltprobleme erheblich an Bedeutung gewonnen. Neben den Energieträgern wie Sonne und Wind bietet die Biomassenutzung eine attraktive Alternative für das Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung.
Der entstehende Exportmarkt für eine entsprechende Anlagentechnik eröffnet zukunftsträchtige Perspektiven. Hinzu kommt der Dienstleistungssektor (Installation, Wartung und Betrieb) sowie der Anbau, die Aufbereitung und der Transport der Biomasserohstoffe, was insbesondere der Land- und Forstwirtschaft, aber auch dem Bereich der Abfallverwertung, neue Betätigungsfelder eröffnet.
Auf dem Workshop für Biomassenutzung in Hanau wurden Stand und Entwicklungspotentiale der energetischen Biomassenutzung diskutiert. Vertreter der heimischen Wirtschaft interessierte vor allem das Innovationspotential für die hessische Industrie. Prof. Jürgen Schmid, Vorstandsvorsitzender des veranstaltenden Solarinstituts ISET, hob bei der Eröffnung des Workshops hervor, daß das Land Hessen im Bereich der Biomassenutzung deutschlandweit und im EU-Raum nur unterdurchschnittlich aktiv sei obwohl bereits mittelfristig ein stark steigender Bedarf an Anlagen zur Erzeugung von Wärme und Strom prognostiziert wird.
Der hessische Staatsminister für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, Wilhelm Dietzel (CDU), Schirmherr der Veranstaltung, verwies auf die bereits erreichten Erfolge und die Möglichkeiten der Unterstützung für hessische Firmen, die sich in diesem Bereich engagieren wollen. Auch die Oberbürgermeisterin von Hanau, Margret Härtel, verlieh in ihrem Grußwort der Hoffnung Ausdruck, daß sich die begonnenen Aktivitäten in zusätzlichen Erfolgen der heimischen Wirtschaft niederschlagen.
Das Echo der Teilnehmer war durchweg positiv. "Vielleicht ist es uns heute gelungen, die enormen Potentiale, die in Hessen schlummern aufzuzeigen und ein Netzwerk für ein gemeinsames Vorgehen zu etablieren", so Prof. Franz-Bernd Frechen, zuständiges ISET-Vorstandsmitglied für den Bereich Wasserbehandlung und Biomassenutzung.
Das ISET befaßt sich mit anwendungsorientierter Forschung und industrienaher Entwicklung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, der rationellen Energieverwendung und der dezentralen Wasserbehandlung. Es hat derzeit rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zur Verstärkung seiner Aktivitäten im Bereich der energetischen Biomassenutzung in Hessen baut das Institut an seinem Standort in Hanau ein Zentrum für die energetische Nutzung von Biomasse auf.

Ansprechpartner: Dr. Ralf Schwarz (0561-7294-320),
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