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Diplomarbeitenbörse für Mainfranken vorgestellt

24.11.1999 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die engere "Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft" ist Ziel einer Diplomarbeitenbörse, die von der Arbeitsgemeinschaft "Chancenregion Mainfranken" eingerichtet wurde.

In einem Pressegespräch stellte der Vorsitzende der "Chancenregion Mainfranken", Regierungspräsident Dr. Franz Vogt, die Initiative zusammen mit Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem und Vizepräsident Prof. Weber von der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg vor.

Das Unternehmen "Online-Diplomarbeitenbörse" läuft bereits seit Juli in einer Testphase. Als offene Datenbank soll die Börse dazu beitragen, den Know-How-Transfer zwischen Wissenschaft und unternehmerischer Praxis weiter zu forcieren. Mainfränkische Unternehmen und Institutionen können über die Diplomarbeitenbörse und Studierende für Diplomarbeiten suchen und Studierende können praxisnahe Aufgabenfelder für ihre Diplomarbeit abrufen.

Als Voraussetzung für das Zusammentreffen der Unternehmer und Studierenden müssen sich beide Ziel- und Interessengruppen zunächst in eine Datenbank unter der Internetadresse
http://www.mainfranken.org/diplomarbeit
eintragen.

Die Bilanz der Testphase zeige, so Projektleiter Martin Schmitz, dass sich in den ersten drei Monaten bereits 17 mainfränkische Unternehmen/Institutionen und acht Studierende kostenlos in die Börse eingetragen hätten. Über 700 Suchanfragen seien durchgeführt worden.

Präsident Prof. Dr. Theodor Berchem begrüßte die Aktivitäten, wies aber darauf hin, dass es neben Diplomarbeiten auch Magisterarbeiten gebe und regte an, diese auch in die Börse aufzunehmen. Ebenso solle man über die Aufnahme von Promotionsarbeiten nachdenken: "Wir müssen uns stärker als Anbieter von allem, was wir haben, verstehen", sagte der Präsident. Andererseits machte der Präsident auch darauf aufmerksam, dass die Diplomarbeit "Teil der Ausbildung" sei und die Universitäten nicht "Zulieferanten für die Industrie" seien. Für jede Diplomarbeit müsse auch ein Professor gefunden werden. Wenn allerdings bei der Ausbildung auch "etwas herauskommt, was man in Produktion umsetzen kann", stehe dem nichts entgegen.

Die "Chancenregion Mainfranken" ist eine Regionalmarketing-Initiative, die 1998 gegründet wurde. An ihr beteiligt sind die kreisfreien Städte Würzburg und Schweinfurt sowie die Landkreise Bad Kissingen, Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Würzburg sowie die Industrie- und Handelskammer Würzburg- Schweinfurt, die Handwerkskammer von Unterfranken und die Regierung von Unterfranken. Eine partnerschaftliche Unterstützung erfolgt durch die mainfränkischen Unternehmen und Verbände sowie in Form einer Anschubfinanzierung durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen.
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