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Gespräch zwischen Ministerin Bulmahn und der Leitung der Universität Kaiserslautern

26.08.2002 - (idw) Universität Kaiserslautern

Am Freitag, 23.08., führte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, an der Universität Kaiserslautern ein ausführliches Gespräch mit der Universitätsleitung.
Ein für die Universität Kaiserslautern wichtiges Gesprächsthema war die Begleitung der Juniorprofessuren durch das Bundesministerium. Frau Bulmahn zeigte sich sehr erfreut, dass die Besetzung der Stellen bereits sehr gut angelaufen ist. 18 von 22 Besetzungsverfahren werden, die Zustimmung des Senats vorrausgesetzt, in Kürze abgeschlossen. Ein wichtiger Aspekt der Juniorprofessur ist laut Bulmahn der Verbleib der Frauen in der Wissenschaft. Bundesweit ist der Anteil an Frauen bei den Juniorprofessuren auf 30% angestiegen. Im Vergleich: bei Habilitationen machen Frauen nur 17% aus. Ob es gelingt mit Hilfe der Juniorprofessuren die Zusammenarbeit zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung zu verbessern muss noch geprüft werden. An der Universität Kaiserslautern, die mit ihren beiden FHG Instituten auf dem Campus ideale Vorraussetzungen dafür bietet, wird man diese Entwicklung besonders genau verfolgen.
Bulmahn wünschte sich von den Universitäten mehr Aktivitäten, um die Quote der Studienabbrecher zu senken. Neben der Studienstrukturreform, die ein zügiges Studium ermöglichen soll, betonte sie die Bedeutung einer ausführlichen Studienberatung. Diese Beratung muss auch den Aspekt der späteren Berufswahl abdecken. Die Beratungsaktivitäten der Hochschulen sollten laut Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer IESE, zusätzlich von Unternehmen unterstützt werden. Die Gefahr bestünde zur Zeit, dass Entlassungen bei großen Konzernen die falschen Signale setzten und viel Schüler davon abhielten Ingenieursstudiengänge zu belegen. Es läge laut Rombach an den Firmen durch entsprechende Aktionen zusammen mit den Universitäten, darzustellen, dass der Bedarf an gut qualifizierten Diplom-IngeneurInnen und Diplom InformatikerInnen nach wie vor besteht und bestehen wird. Damit die Studienberatung angenommen wird, muss laut Bulmahn die Öffentlichkeitsarbeit der Universitäten verbessert werden, z.B. durch Aktionen wie das Patenschaftsprofessorenprogramm der Universität Kaiserslautern, bei dem ein direkter Kontakt zwischen der Schule und der Universität hergestellt wird. Über diese Kontakte lässt sich auch eine gezielte Förderung hochbegabter Schüler umsetzen.Auf großes Interesse bei der Ministerin stießen die Pläne der Universität Kaiserslautern, ein umfassendes Konzept für kombinierte Präsenz- und Fernstudiengänge zu entwickeln.

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