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Dies academicus der TU München: Ehrendoktorwürde an Prof. Sukopp

02.12.1999 - (idw) Technische Universität München

Prof. Dr. Herbert Sukopp (69), erhält "in Würdigung seines überragenden wissenschaftlichen Lebenswerkes in der Geobotanik, das sich vom Floren- und Vegetationswandel über die Naturschutzbiologie bis zur Stadtökologie spannt" am Tag der Akademischen Jahresfeier der TUM die Ehrendoktorwürde (Dr. agr. h.c.) der Fakultät für Landwirtschaft und Gartenbau der TUM in Freising-Weihenstephan.

Prof. Sukopp, bis zu seiner Emeritierung Universitätsprofessor am Institut für Ökologie, Fachgebiet Ökosystemforschung und Vegetationskunde, der TU Berlin, zählt zur Spitzengruppe der deutschsprachigen Wissenschaftler der Geobotanik und Vegetationskunde und hat außerdem bahnbrechende Leistungen für eine solide naturwissenschaftliche Fundierung des deutschen Naturschutzes erbracht. Durch seine etwa 500 wissenschaftlichen Schriften sowie eine intensive Vortragstätigkeit hat er eine ganze Generation von Ökologen, Vegetationskundlern und Naturschutzfachleuten tiefgehend beeinflusst.

Seine besondere Aufmerksamkeit gilt der vom Menschen beeinflussten wildwachsenden Pflanzenwelt, wofür er das Konzept des Natürlichkeitsgrades (Hemerobie) konsequent weiterentwickelte und anwendbar machte. Sukopp verfasste 1974 den ersten Entwurf der "Roten Listen" der Farn- und Blütenpflanzen, die 1977 zum offiziellen Dokument erhoben wurden.

Nicht zuletzt durch die relative Isolation des früheren Westberlin widmete sich Sukopp seit den 70-er Jahren bevorzugt der Stadtökologie und der Großstadtvegetation in all ihren Ausprägungen. Er kann daher als einer der Mitbegründer der modernen Stadtökologie gelten; u.a. initiierte er die heute überall durchgeführten Stadtbiotopkartierungen.

Stets hat sich Sukopp uneigennützig für die wissenschaftliche Beratung der Natur- und Umweltschutzpolitik eingesetzt. So ist er seit über 20 Jahren ehrenamtlicher "Landesbeauftragter für Naturschutz und Landespflege" in Berlin und seit Anfang der 80-er Jahre ständiges Mitglied des Beirates für Naturschutz und Landschaftspflege beim Bundesumweltministerium. 1994 wurde er als Ökologe in den Rat von Sachverständigen für Umweltfragen der Bundesregierung berufen. Als akademischer Lehrer betreute er über 130 Diplomarbeiten und etwa 40 Dissertationen. Mehrere seiner Schüler sind inzwischen selbst Professoren.
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