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Im Verbund stärker

06.12.1999 - (idw) Bayerische Akademie der Wissenschaften

Jahressitzung der deutschen Wissenschaftsakademien in München

Auf ihrer Jahressitzung 1999, die am 3. Dezember in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München stattgefunden hat, bekundeten die sieben deutschen Akademien der Wissenschaften, daß sie künftig den Dialog mit der Öffentlichkeit intensivieren und verstärkt ihr Forschungspotential sowie ihren wissenschaftlichen Sachverstand in die Gestaltung gesellschaftlicher und politischer Prozesse einbringen wollten. Dabei kommt es den in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossenen Einrichtungen darauf an, mithilfe ihres Sachverstandes gemeinsam die Zukunft mitzugestalten - eine Zukunft, die ihrer Einschätzung nach mehr denn je zuvor von Wissenschaft und Forschung geprägt sein wird.

Darüber hinaus hat die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in München Prof. Dr. Clemens Zintzen für weitere zwei Jahre zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Zintzen ist Professor für klassische Philologie und Renaissance und zugleich Präsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Für ihn wie auch für seinen Unions-Stellvertreter, Prof. Dr. Gottfried Seebaß, ist es die zweite Amtszeit. Gottfried Seebaß hat eine Professur für Dogmatik an der Universität Heidelberg inne und ist Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften stellt den Zusammenschluß aller sieben deutschen Wissenschaftsakademien dar, d.h. unter ihrem Dach haben sich die Akademien der Wissenschaften zu Berlin-Brandenburg, Göttingen, München, Leipzig, Heidelberg, Mainz und Düsseldorf zu einem festen Verbund vereint, um ihre gemeinsamen Interessen gegenüber Öffentlichkeit und Politik zu vertreten. Darüber hinaus koordiniert die Union die Forschungsvorhaben ihrer Mitglieder, vertritt sie die Akademien in nationalen und internationalen Wissenschaftsorganisationen, betreibt sie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert gemeinsame Veranstaltungen.
Die deutschen Akademien der Wissenschaften sind heute neben ihrer Aufgabe als Vereinigungen von herausragenden Forschern in erster Linie Träger von Forschungsprojekten, d.h. sie sind außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. In einem gemeinsamen Akademienprogramm bearbeiten sie über 150 wissenschaftliche Projekte, die der Staat im nächsten Jahr mit über 75 Mio. DM unterstützt. Innerhalb dieses renommierten Forschungsprogramms sind über 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigt. Im Zeitalter von Deregulierung und mehr Eigenverantwortlichkeit übernehmen die Akademien die Organisation ihres Akademienprogramms nunmehr eigenverantwortlich.
Die an den Wissenschaftsakademien angesiedelte Forschungsarbeit ist typischerweise eine auf Langfristigkeit angelegte, die zur Fertigstellung ihrer Projekte eines langen Atems bedarf: Dazu gehört z.B. die Bewahrung des kulturellen Erbes und Gedächtnisses unserer Gesellschaft durch die Herausgabe vollständiger Editionen der großen Dichter und Denker, durch die Herausgabe großer wissenschaftlicher Wörterbücher, Lexika oder Handschriftensammlungen; dazu gehören jedoch auch ganz aktuelle Dinge, wie die Alternsforschung, Langzeitbeobachtungen und Modellierungen von Umwelt und Klima, die Orientierungssuche in der Informationsgesellschaft oder Projekte zu Kommunikation und Information. Für die letztgenannten Projekte sind Akademien der Wissenschaften vor allem wegen ihres stark interdisziplinären - also fächerübergreifenden - Arbeitens prädestiniert.

Hinweis für die Redaktionen:

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Geschwister-Scholl-Str. 2
55131 Mainz
Tel. 06131/573735
Fax: 06131/51316
E-Mail: uaw@mail.uni-mainz.de
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