Milet - 10 Jahre Bochumer Ausgrabungen06.12.1999 - (idw) Ruhr-Universität Bochum
Vor genau 100 Jahren begannen die archäologischen Ausgrabungen in Milet, die seit nunmehr 10 Jahren von der RUB aus fortgesetzt und koordiniert werden. Anlässlich dieses "Doppel-Jubiläums" zeigt die Antikensammlung eine Ausstellung" Milet - 10 Jahre Bochumer Archäologie in der Türkei" (09.12.1999 - 31.01.2000, Ort: Antikensammlung am Universitäts-Forum der RUB), die einen Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand dieses wissenschaftlichen Großprojektes gibt.
Bronzepferd - Teil eines Gespanns - 6. Jhrdt. v. Chr.
Bochum, 06.12.1999 Nr. 306 Milet - Geschichte und Kultur 10 Jahre Bochumer Archäologie in der Türkei Eine Ausstellung in der Antikensammlung der RUB Vor genau 100 Jahren begannen die archäologischen Ausgrabungen in Milet, die seit nunmehr 10 Jahren von der RUB aus fortgesetzt und koordiniert werden. Anlässlich dieses "Doppel-Jubiläums" zeigt die Antikensammlung eine Ausstellung" Milet - 10 Jahre Bochumer Archäologie in der Türkei" (09.12.1999 - 31.01.2000, Ort: Antikensammlung am Universitäts-Forum der RUB), die einen Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand dieses wissenschaftlichen Großprojektes gibt. Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 9. Dezember 1999, 17.30 Uhr, eröffnet. Nach der Begrüßung durch RUB-Rektor Prof. Dr. Dietmar Petzina und einer Einführung durch Dr. Cornelia Weber-Lehmann und Prof. Dr. Volkmar von Graewe (Archäologisches Institut der RUB) spricht Prof. Dr. Wolf-Dieter Niemeier (Heidelberg) den Festvortrag über "Milet in der Bronzezeit - Brücke zwischen der Ägäis und Anatolien."
Mehr dazu und ein Bild: Die Medien und die Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen. Die Abbildung eines Bronzepferdes (6. Jhdt. vor Chr.) kann von der Seite: http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen/ (Datum der Pressemitteilung beachten) herunterladen werden Ziel: Das Erreichte zeigenProf. von Graeve, Direktor des Bochumer Instituts für Archäologie und Leiter der Grabungen, erläutert die Ziele der Ausstellung: "Die runden Jahrestage geben uns die willkommene Gelegenheit, der Öffentlichkeit zu zeigen, was wir inzwischen alles erreicht haben und abklären konnten. Gleichzeitig wird die Ausstellung natürlich auch zeigen, wie viele Fragen noch offen sind. So gesehen will sie dafür werben, die Anstrengungen auch im nächsten Jahrtausend fortzusetzen!" Interdisziplinäre Archäologie Schon seit langem erschöpft sich die Archäologie nicht mehr in der Suche nach spektakulären Schätzen oder Kunstwerken. Naturwissenschaftler und Ingenieure, Mediziner und Wirtschaftsgeographen sind heute ihre unverzichtbaren Partner. Die materialwissenschaftlichen Institute des Deutschen Bergbau-Museums sind daher in Milet ebenso eingebunden wie Wasserbauer (wegen der fortschreitenden Verlandungsprozesse im Mündungsdelta des Mäander), Geophysiker, Paläoana-tomen oder Archäobiologen. Beiträge von 27 Wissenschaftlern "Für die Ausstellung haben 27 verschiedene Wissenschaftler aus ganz verschiedenen Ländern und Disziplinen ihre Beiträge beigesteuert. Ein gutes Beispiel dafür, was Interdisziplinarität und Internationalität auf die Beine stellen können", betont Dr. Cornelia Weber-Lehmann, die Leiterin der Antikensammlung. Sie hatte die Idee zu der "Jubiläums-Ausstellung" erst vor wenigen Monaten und ist überrascht, wie bereitwillig und spontan die verschiedenen Leiter der Teilprojekte mitgemacht haben. Ebenso spontan war die Unterstützung durch die Bochumer Fotofachfirma Niggemeyer, die sämtliche Reproduktionen kostenlos ausgeführt hat, und die Firma AGFA-Gevaert, die das erforderliche Fotomaterial zur Verfügung stellte. Erstmals Modell der Stadtanlage zu sehen Neben Farbaufnahmen wird in der Ausstellung erstmals ein neues Modell der Stadtanlage gezeigt. Abgüsse milesischer Skulptur, Meisterwerke milesischer Keramik und Beispiele für die nach Milet importierte Vasenmalerei ergänzen die Präsentation. Und ein eigens für die Ausstellung produzierter Kurzfilm vermittelt dem Besucher etwas von der einzigartigen Landschaft und vom Alltag der Archäologen in der Türkei. Weitere Informationen Dr. Cornelia Weber-Lehmann, RUB, Leiterin der Antikensammlung, 44780 Bochum, Tel.: 0234 / 32-24738, E-Mail: Cornelia.Weber-Lehmann@ruhr-uni-bochum.de Öffnungszeiten: Di-Fr 12-15 Uhr; Sa/So 10-18 Uhr
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