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Ehrhardt Imelmann-Preis für drei Kölner Wissenschaftler

08.12.1999 - (idw) Universität zu Köln

Der Ehrhardt Imelmann-Preis der Universität zu Köln wird im Rahmen einer Feierstunde der Philosophischen Fakultät am


Dienstag, den 14. Dezember 1999, 18 Uhr s.t.
im Neuen Senatssaal der Universität,
Albertus Magnus Platz, 50923 Köln-Lindenthal

verliehen.

Seit 1997 vergibt die Philosophische Fakultät der Universität zu Köln den Ehrhardt Imelmann-Preis jährlich wechselnd an hervorragende Arbeiten aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, der Juristischen Fakultät und der Philosophischen Fakultät - hier Neuere Geschichte -. Diesmal sind erstmals die Neuhistoriker dran. Ausgezeichnet werden Doktor- und Magisterarbeiten.

Die diesjährigen Preisträger sind:

Andreas Hilger, "Arbeit ist die einzige Existenzquelle!" Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion 1941-1956. Kriegsgefangenenpo-litik und Gefangenenmentalität (Dissertation)
Erstmals wird hier deutsche und sowjetische Überlieferung zusam-mengestellt. In einer mentalitäts- und politikgeschichtlichen Darstellung zeigt der Autor, dass die sowjetische Lagerpolitik stark von den Zwängen der sowjetischen Gesellschaft der damaligen Zeit und nicht so sehr von Rache und Willkür geprägt war.


Désirée Schauz, Die Kölner Martinskirmes von 1846 (Magisterar-beit).
Aus dem Fest wurde der Protest: aus dem Protest der Unterschich-ten, die von Polizei und preußischem Militär hart unterdrückt wurden, entwickelte sich eine breite Auseinandersetzung zwischen Kölner Stadtbevölkerung und preußischer Öffentlichkeit in den Jahren unmittelbar vor der Revolution von 1848.


Guido Thiemeyer, Vom "Pool Vert" zur Europäischen Wirtschaftsge-meinschaft. Europäische Integration, Kalter Krieg und die Anfänge der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik 1950-1957 (Dissertati-on).
Wie kam es zu der heute so belastenden agrarischen Überschußpoli-tik? Herr Thiemeyer geht den Anfängen nach und zeigt, wie aus Be-strebungen der agrarisch geprägten Staaten, vor allem Frank-reichs, nach einem sicheren europäischen Absatzmarkt und politi-schen Zielen zur europäischen Integration im Kalten Krieg - so vor allem von westdeutscher Seite - die Agrarfrage in den euro-päischen Einigungsprozeß gelangte. Das geschieht erstmals auf der Basis multilateraler Überlieferung aus den EWG-Staaten.


Ehrhardt Imelmann (1924-1995) war Journalist beim Deutschland-funk, zuletzt als Sendeleiter und Programmdirektor tätig. In der Überzeugung, daß Journalismus wie Wissenschaft und Lehre an den Hochschulen gesellschaftliche Verantwortung tragen, stiftete er den Preis. Freie Meinungsäußerung, saubere Argumentation und Mut zu unbequemen Fragestellungen gehören zu den Zielsetzungen, die der Preis verfolgt.
Verantwortlich: Anneliese Odenthal
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