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Neuer Schwerpunkt Tief- und Tunnelbau an der RUB

27.08.2002 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Praxisnähe wird groß geschrieben beim neuen Schwerpunkt Tief- und Tunnelbau der RUB-Fakultät für Bauingenieurwesen. Und das Bochumer Know-how wird mittlerweile weltweit nachgefragt.

Bochum, 27.08.2002
Nr. 239


Highspeedtechnologie made in Bochum
Schwerpunkt Tief- und Tunnelbau an der RUB
Fakultät für Bauingenieurwesen mit neuer Spezialisierung


Die beiden Studenten Tobias Teheymann (24) und Andre Jacobs (24) kommen gerade von Deutschlands aufwändigster Tunnelbaustelle im Altmühltal zurück: Hier entsteht die neue ICE-Verbindung Nürnberg-München. Teheymann und Jacobs haben ihr berufsvorbereitendes Praktikum in einem Team von über 30 Ingenieuren absolviert. Nun könnten sie auf der vor kurzem eingeweihten Strecke Köln-Rhein-Main das Gefühl selbst ausprobieren, wie es ist, mit Tempo 300 über eine Hochgeschwindigkeitstrasse zu fahren. Die beiden gehören zu den ersten Absolventen der neuen Spezialisierungsrichtung für den Tief- und Tunnelbau an der RUB, die hervorragende Zukunftsperspektiven bietet.

Weltweite Nachfrage macht die RUB für den Nachwuchs attraktiv

Das Bochumer Know-how wird mittlerweile weltweit nachgefragt. Und auch beim Nachwuchs kommt das neue Konzept an: Während die Ingenieurwissenschaften allgemein über zu wenig Studierende klagen, haben sich im vergangenen Jahr dreimal mehr junge Menschen in Bochum für das Bauingenieurwesen eingeschrieben als an anderen Hochschulen.

Erfahrungen sammeln und anwenden

Die RUB-Fakultät hat den Tief- und Tunnelbau in einem Entwicklungsplan für die nächsten Jahre als einen Schwerpunkt etabliert. Praxisnähe wird groß geschrieben. Das gilt auch für Versuche im konstruktiven Ingenieurbau. Hier sammeln Studierende in den Versuchshallen erste praktische Erfahrungen, ehe es zu realen Projekten wie der ICE-Trasse in Bayern geht.

Schnellbahnprojekt in Malaysia

Oder z. B. nach Malaysia: Hier wird eine neue Schrägseilbrücke über den Sungai-Prai-Fluss gebaut und es gilt, speziell die Sicherheit der großen Brückenlager zu prüfen. Dies geht nur mit der weltweit einzigartigen Prüfmaschine des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau an der RUB-Fakultät, die bis zu 2.000 Tonnen Zug- und Druck aufbringen kann - eine Last, die etwa dem Gewicht von 2.000 PKW entspricht.

Erdbebensicherheit für Schnellbahnbrücken in Taiwan

Ein paar 1.000 km weiter wird in Taiwan eine neue Nord-Süd-Hochgeschwindigkeitsstrecke geplant. Die Trasse führt durch ein Erdbebengebiet. Hier müssen die Brückenlager extrem hohen Sicherheitsbedingungen genügen, um den Erdbebengefahren zu trotzen und ein sicheres Fahren der Bahn zu gewährleisten. Computersimulationen und Erdbebensimulationen an der großen Prüfmaschine werden die Grundlage für diese Bauingenieurleistung sein.

Last, but not least: Der Metrorapid

Diese Untersuchungen könnten auch für die geplante Metrorapidstrecke in Nordrhein-Westfalen relevant sein: Einmal Highspeed von der Uni oder an die Uni. Die beiden Studenten Tobias Teheymann und Andre Jacobs werden dann schon ausgebildete Ingenieure sein und vielleicht beim Bau des Metrorapid ihren Beruf ausüben.

Weitere Informationen

Prof. Dr. techn. Günther Meschke, Lehrstuhl für Statik und Dynamik, Fakultät für Bauingenieurwesen der RUB, Tel. 0234/32-29051, Fax: 0234/32-14149, E-Mail: guenther.meschke@ruhr-uni-bochum.de, Internet: http://www.ruhr-uni-bochum.de/fbi/ (s.u.)
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