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Universität Erlangen-Nürnberg und Siemens unterzeichneten Partnerschaftsvertrag

15.12.1999 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Gotthard Jasper, Rektor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Rolf Sauer, Ärztlicher Direktor des Klinikums der Universität Erlangen-Nürnberg, sowie Prof. Dr. Erich Reinhardt, Vorsitzender des Bereichsvorstands Medizinische Technik der Siemens Aktiengesellschaft, und Syndikus Dr. Wolfgang Müller-Huschke haben am Mittwoch, 15. Dezember 1999, im Erlanger Schloß einen Partnerschaftsvertrag über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Medizintechnik sowie der Informationstechnologie und des Prozeßmanagements im Gesundheitswesen unterzeichnet, der die bereits bislang fruchtbare Kooperation zwischen den Vertragspartnern noch weiter intensivieren wird.

Die verstärkte Zusammenarbeit wird sich unter anderem sowohl auf den Erfahrungsaustausch zu bestehenden diagnostischen Methoden, Verfahren und Prozessen, als auch auf die Klinische Prüfung von neuen Produkten und Lösungen, vor allem auf neue und verbesserte Soft- und Hardware, beispielsweise für Kardiologische Workstation, digitale Bild- und Befundmanagementsysteme, Telemedizin oder die Elektronische Patientenakte erstrecken. Dazu gehört auch das Training des ärztlichen und klinischen Personals der Universität und des Klinikums sowie der Mitarbeiter von Siemens an den Produkten und Lösungen.

Siemens stellt die Produkte und Lösungen leihweise zur Verfügung, sorgt für die Anlieferung, Aufstellung und Inbetriebnahme sowie gegebenenfalls für Demontage und Rücktransport. Nach Beendigung der Erprobungsphase wird Siemens der Universität und ihrem Klinikum die Produkte und Lösungen zu Sonderkonditionen zum Kauf anbieten.

Für die jeweiligen Themenbereiche werden Einzelverträge abgeschlossen, die auch die Finanzierung von entstehenden Personal- und Sachkosten regeln.


Zur Vorgeschichte
Bereits 1989 haben das Bayerische Wissenschaftsministerium, das auch den heute unterzeichneten Partnerschaftsvertrag genehmigt hat, und Siemens einen Rahmenvertrag über die verstärkte Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Medizintechnik mit den Bayerischen Universitäten geschlossen. Zudem hat Ministerpräsident Edmund Stoiber 1998 und 1999 in seinen Reden zur bayerischen High Tech-Initiative sowie in seinen Regierungserklärungen die Region Mittelfranken beauftragt, in Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft ihr Profil als "Center of excellence" für Medizin und Medizintechnik auf Weltniveau weiterzuentwickeln und auszubauen. Der Erlanger Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis hat zu Beginn seiner Amtszeit 1996 sein Ziel verkündet, Erlangen zur Bundeshauptstadt der medizinischen Forschung, Produktion und Dienstleistung zu machen.

Der Partnerschaftsvertrag schöpft mögliche Synergieeffekte des Standortes in Erlangen in optimaler Weise aus: Siemens Medizinische Technik ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte, Dienstleistungen und Komplettlösungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, Elektromedizin und audiologische Technik bis hin zu Informationstechnologie-Lösungen, die Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen optimieren und zu einer höheren Effizienz führen. Die Kooperation mit qualifizierten Wissenschaftlern der Universität und dem Klinikum am Standort Erlangen erlauben es, wertvolle Erfahrungen im klinischen Betrieb zu sammeln und nationalen und internationalen Besuchergruppen Lösungen und Produkte in einem realen Umfeld vorzustellen.

Die Universität und ihr Klinikum haben ein Interesse daran, dem Anspruch der Bevölkerung entsprechend, die traditionell hervorragende medizinische Versorgung auch in Zukunft zu sichern. Sie möchten den Umstand nutzen, daß in unmittelbarer Nachbarschaft einer der größten Anbieter innovativer Dienstleistungen, Produkte und Lösungen angesiedelt ist, um ihre Ausstattung auf dem neuesten Stand der Medizintechnik, der Informationstechnologie und des Prozeßmanagements im Gesundheitswesen zu halten.


* Weitere Informationen:
Referat I/2 - EU-Angelegenheiten und Forschungsförderung/Drittmittel
Annette Binder
Schloßplatz 4, 91054 Erlangen
Tel.: 09131/85 -29197, Fax: 09131/85 -26239
E-Mail: annette.binder@zuv.uni-erlangen.de
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