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76.000 Familienunternehmen suchen Nachfolge

22.12.1999 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Kongress der Universität Witten/Herdecke am 21./22.Januar 2000

Eine Jahrtausendaufgabe steht bevor: Rund 76.000 Familienunternehmen suchen nach einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung in den kommenden Jahren eine Nachfolge. Die Generation der Firmenchefs, die nach dem Weltkrieg die Leitung übernommen haben, geht nun in den wohlverdienten Ruhestand - aber was wird aus den Unternehmen und den fast eine Million Arbeitsplätzen? Ein Kongress der Universität Witten/Herdecke bietet Hilfe an. Unter dem Leitthema

"Wandel & Innovation im Familienunternehmen"
III. Kongress für Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer
in der Universität Witten/Herdecke am 21./22. Januar 2000

behandeln 26 Workshops, Seminare und Vorträge mit Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wichtige Themen rund um das Familienunternehmen:
Die Besonderheit der Familienunternehmen besteht ja gerade in der gegenseitigen Prägung von Familie und Unternehmen: Die Strategie des Konkurrenten wird zu Hause beim Abendessen diskutiert, die Tochter will lieber Philosophie studieren statt das Unternehmen weiterzuführen. Der Sohn möchte, der Vater meint aber, er könne nicht mit Geld umgehen. Die Mutter ist Hausfrau und Personalchefin in einem, ihre Schwester ist für das Rechnungswesen zuständig.
Trotz der Schwierigkeiten, die mit der Nachfolgeentscheidung verbunden sind, steht die familieninterne Lösung mit 42,5% der Unternehmen an erster Stelle der möglichen Übergaben. Das ist die erfreuliche Nachricht. Die weniger erfreuliche Nachricht ist, daß die Gründe für ein Scheitern der Unternehmensnachfolge noch immer in der mangelnden Vorbereitung der Nachfolge liegen: Mangelndes Bewußtsein des Unternehmers für eine Nachfolgeregelung, fehlende Nachwuchsförderung auf der zweiten Managementebene oder fehlende Führungserfahrung und ungenügende Branchenkenntnis des Nachfolgers. Die Unternehmensübergabe wird noch immer nicht in all Ihren Facetten und ausreichend frühzeitig in die Strategieentwicklung des Familienunternehmens miteinbezogen.
Der III. Kongress für Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer will deshalb das Spannungsfeld aus familialen und unternehmerischen Interessen einmal nicht nur aus der Perspektive des Unternehmers zu betrachten. "Familie" soll einmal nicht zum rein operativen Problem degradiert, sondern das Unternehmen aus Sicht aller Familienmitglieder beleuchtet werden. Der Kongress möchte daher auch Lebenspartner und potentielle Nachfolger von Familienunternehmerinnen und Familienunternehmern ansprechen. Andererseits wird weder die konkrete betriebswirtschaftliche Perspektive (zum Beispiel die Entwicklung eines modernen Personalmanagements im Familienunternehmen) oder die familiale Perspektive (zum Beispiel die Auswirkungen der oftmals langjährigen, persönlichen Beziehungen zwischen Unternehmer und Mitarbeiter auf das Personalmanagement) fehlen.
Namhafte Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden in sechsundzwanzig Workshops, zwei Vorträgen und einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit den Teilnehmern neue Aspekte für Familienunternehmen eröffnen. Unter anderen sind eingeladen: Herr Michael Klett (Ernst Klett AG), Herr Reinhardt Flötotto (Flötotto Einrichtungsysteme), Heinrich Winkelmann (Heinrich Winkelmann GmbH & Co), Herr Prof. Dr. Rudi Wimmer (Deutsche Bank Institut für Familienunternehmen, Universität Witten/Herdecke), Herr Prof. Dr. Fritz B. Simon (Deutsche Bank Institut für Familienunternehmen, Universität Witten/Herdecke), Herr Richard Schulze (Dragoco Gerberding & Co AG), Herr Carl L. von Boehm-Bezing (Vorstandsmitglied Deutsche Bank AG), Frau Prof. Dr. Gertrud Höhler (Berlin), Wolfgang Grupp (Trigema GmbH & Co KG).

Weitere Informationen im Kongressbüro unter 02302 / 926-523, (-555 fax) oder

Email: mailto:kongress@uni-wh.de
Homepage: http://www.familienglueck.de
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