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Kultstätte der Magdeburger Studis bald in neuem out(in)-Fit

28.08.2002 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Der Studentenclub Baracke auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die Magdeburger jungen Leute ein echter Szenetreff. Als Baustelleneinrichtung 1954 errichtet, hat sie eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Ursprünglich war die Baracke für maximal 10 Jahre konzipiert, so K.-Peter Kutz vom Dezernat Technik und Bauplanung der Universität, aber da sich Provisorien bekanntlich am längsten halten, erfreut sich der Studentenclub auch heute noch ungebrochener Beliebtheit. Mehr als einmal sollte die Baracke abgerissen werden, aber wo sollen sich die Studenten nach anstrengendem Studium mal entspannen und so richtig feiern? Natürlich in der Baracke! Und so hatte die Uni-Leitung trotz knapper finanzieller Mittel einer sparsamen Sanierung der Baracke zugestimmt, da der Zahn der Zeit natürlich auch an diesem Gebäude nagte. Auch die Uni-Club GmbH, die den Studentenclub bewirtschaftet, beteiligt sich an den Baukosten und der Fassadengestaltung. Der bauliche Zustand des Gebäudes erforderte einige kosmetische und vor allem sanitärtechnische Reparaturen, so K.-Peter Kutz, der die Aufträge an die Firmen erteilt hat. Im Innenbereich stehen auch einige Neuerungen an. Der Saal erhält einen neuen Anstrich, der Tresen wird umgebaut etc. Dennoch bleibt das dem Club eigene Flair erhalten, sagt Torsten Otte der Geschäftsführer des Clubs.
Das Gebäude hat eine Nutzfläche von 590 m², von denen 535 m² an die Uni-Club GmbH und 55 m² an eine Bürobedarfsverkaufsstelle mit Copyshop vermietet sind.

Während der Semesterpause wurden die Fenster erneuert oder verändert, die Außenwände erhielten neuen Putz, die Sanitäranlagen wurden komplett erneuert und eine Lüftung sorgt auch bei "hitzigen" Veranstaltungen noch für ein angenehmes Klima.

Als besonderes Highlight erhält die Fassade ein komplett umlaufendes Graffiti-Kunstwerk, das unter dem Motto "Zahn der Zeit" Elemente der Entwicklung des technischen Fortschritts mit dem Namenspatron der Universität und seinen Erfindungen vor dem Hintergrund verschiedenster Zahnräder kombiniert.

Junge Graffiti-Künstler aus Magdeburg, die never ending graffiti kunstagentur, bekamen den Zuschlag zur Ausführung der Graffiti-Kunstwerke. Enrico Holze, genannt Poke, sowie Son, Point und Maik mit ihren Helfern Jety, Basch und Turack hatten die Idee und sind inzwischen eifrig bei der Arbeit. Die ersten Kunstwerke aus der Spraydose können bereits bewundert werden. Ende September sollen die künstlerischen Arbeiten abgeschlossen sein und ebenso steht die Innensanierung kurz vor dem Abschluss, so dass die neuen Studis zu Studienjahresbeginn Besitz von "ihrem" Studentenclub nehmen können.
Nach der Wende wurde 1991 die Uni-Club GmbH gegründet, die Veranstaltungen von Tanz über Kabarett, Jazz- und Rock-Events bis hin zu Gesprächsforen organisiert. Und wer einmal in der Baracke war, der kommt immer wieder. Auch der Auftakt für die 5. Jahreszeit findet in der Baracke mit altem und neuem Publikum statt. Die Preise für Getränke und Speisen sind natürlich dem studentischen Geldbeutel angepasst. Auch für Absolventen der Uni ist die Baracke ein Ort persönlicher Begegnung und manch wissenschaftlicher Diskussion.

Feste Veranstaltungen sind dienstags, mittwochs und samstags ab 22.00 Uhr. Hervorzuheben sind die Oldie-Disco am Dienstag, die seit über 10 Jahren erfolgreich vom Publikum angenommen wird, und die Baracke-Classics am Mittwoch. Die Baracke kann natürlich auch für Veranstaltungen angemietet werden, teilt die Uni-Club GmbH mit. Selbstverständlich steht die Crew, ausschließlich Studierende, die sich ihr BAföG aufbessern möchten, jederzeit zur Verfügung. Konditionen werden z. B. für Promotionsfeiern und für Partys von Uni-Angehörigen gegeben.

Zum Semesterstart findet einen Einweihungsparty in der Baracke statt, informiert der Geschäftsführer der Uni-Club GmbH, Torsten Otte. Damit will die Clubleitung allen an den Umbaumaßnahmen beteiligten Uni-Mitarbeitern, die den Bau technisch und finanziell unterstützten, Bauarbeitern und Künstlern herzlich danken.

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