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RUB-Kommunikationsforscher zur Bekanntheit von Managern

11.01.2000 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Telekom-Chef Ron Sommer ist der bekannteste deutsche Manager: Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage des Bochumer Instituts für angewandte Kommunikationsforschung (BIFAK) an der Sektion für Publizistik und Kommunikation der RUB (Lehrstuhl für Medienpädagogik und Medienwirkungsforschung, Prof. Dr. Franz R. Stuke)


Bekanntheit von Managern Bochum, 11.1.2000
Nr. 12

Dem Unternehmen ein Gesicht geben
RUB-Kommunikationsforscher zur Bekanntheit von Managern
1 Jahr "BIFAK": erfolgreich mit wissenschaftlicher Marktforschung


Telekom-Chef Ron Sommer ist der bekannteste deutsche Manager: Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage des Bochumer Instituts für angewandte Kommunikationsforschung (BIFAK) an der Sektion für Publizistik und Kommunikation der RUB (Lehrstuhl für Medienpädagogik und Medienwirkungsforschung, Prof. Dr. Franz R. Stuke). Anhand einer Fallstudie mit 250 Befragten untersuchte das BIFAK den Bekanntheitsgrad der Manager deutscher Großunternehmen. Hinter Sommer (56% der Befragten haben ihn der Telekom zugeordnet) rangieren Ferdinand Piech (VW, 48,4%) und Detlef Schrempp (DaimlerChrysler, 27,6%) auf Platz 2 und 3 der Bekanntheitsskala (s. Grafik).

Personalisierte Kommunikation

"Erfreulich ist, dass offensichtlich einige Unternehmen erkannt haben, wie wichtig es ist, einem Großunternehmen ein Gesicht zu geben", beurteilt Prof. Stuke das Ergebnis der Befragung. Aber mindestens ebenso erstaunlich sei, dass Weltkon-zerne wie Siemens oder die Chemie-Giganten Bayer und BASF es nicht geschafft haben, ihre Lenker entsprechend in der Öffentlichkeit zu platzieren. Die Schlussfolgerung der Bochumer Kommunikationswissenschaftler: Ein hohes Maß an Personalisierung, also die Identifikation von Themen mit Personen, ist heutzutage für ein professionelles Kommunikationsmanagement unumgänglich. "Ron Sommer und einige seiner Kollegen haben ihre Hausaufgaben gemacht, anderen steht eine gründliche Überarbeitung ihrer Informationspolitik noch bevor."

BIFAK: Symbiose aus Theorie und Praxis

Das BIFAK ist ein privatrechtliches Institut, das sich über Forschungsaufträge aus der Industrie und Medienbranche finanziert. Durch die Angliederung an den Lehrstuhl von Prof. Dr. Stuke fließen Überschüsse des Instituts direkt in den Haushalt des Lehrstuhls. Diese Verankerung birgt noch weitere Vorteile für beide Seiten: Neu entwickelte methodische Ansätze aus Lehrveranstaltungen können so auch auf ihre Praxistauglichkeit getestet und verbessert werden. Da sich die Mitarbeiter des Instituts ausschließlich aus Studierenden und Absolventen der Sektion für Publizistik rekrutieren, bietet sich hier die Möglichkeit, Studium und Berufstätigkeit zu kombinieren sowie Praxiserfahrung im Bereich Markt- und Kommuni-kationsforschung zu sammeln.

Konkurrenz für Allensbach, Infas und Co,.

Bereits in seinem ersten Jahr arbeitete BIFAK erfolgreich im Auftrag namhafter Unternehmen, z. B. Volkswagen und Deutsche Telekom. Damit bekommen die etablierten Markt- und Meinungsforschungsforschungsinstitute nun eine ernstzunehmende Konkurrenz aus Bochum. Abhängig von den jeweiligen Aufträgen und zielgruppenspezifisch operiert BIFAK mit verschiedenen, quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden. Die Dienstleistung des Instituts umfasst die gesamte Bandbreite der Marktforschung, von der Konzeption und Vorbereitung über die Erhebung von Daten bis hin zu ihrer Auswertung, Aufbereitung und professionellen Präsentation. Auf Wunsch bietet das BIFAK interessierten Unternehmen eine kostenlose Musterstudie an.

Großauftrag: mobil info

Einen Großauftrag für das Jahr 2000 hat das BIFAK bereits unter Dach und Fach: Als Dauerpartner des Projekts "mobil info" wird das Institut die Nutzung und Reichweite von Informationsbildschirmen in Potsdamer U- und Straßenbahnen analysieren. Die Deutsche Telekom AG und die Düsseldorfer Trend Network AG, die "mobil info" technisch und inhaltlich umsetzen, hatten das BIFAK schon im August 1999 mit einer Pilotstudie zu diesem Projekt beauftragt - einer so genannten Nullmessung, um herauszufinden, ob die Bürgerinnen und Bürger überhaupt an diesem Service interessiert sind. Nunmehr, da die Bildschirme und das Infor-mationsprogramm in Betrieb genommen wurden, befragt das BIFAK in regelmäßigen Abständen 400 Personen zu diesem Angebot, speziell zu seiner Akzeptanz in der Bevölkerung. Parallel dazu wird das BIFAK eine Expertise über dieses neue Medium erstellen (Verfasser: Prof. Dr. Stuke), um für potentielle Werbekunden einen Tausender-Kontakt-Preis (TKP) bereitstellen zu können.

Weitere Informationen

Peter Kruck, M.A., Geschäftsführer des BIFAK, GA 1/37, Tel.: 0234/32-22737, Fax: 0234/32-14241, eMail: kruck@bifak.de

Prof. Dr. Franz R. Stuke, GA 1/138, Tel.: 0234/32-22131, Fax: 0234/32-14241, eMail: franz.r.stuke@ruhr-uni-bochum.de, Internet: http://www.bifak.de

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