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Entstehung des Mensch-Haus-Umwelt-Gebäudes in Paderborn - live im Internet - Bauzeit nur 100 Tage

21.01.2000 - (idw) Universität Paderborn

Im TechnologiePark Paderborn ist zur Zeit die Umsetzung einer gemeinsamen Forschungsarbeit der Universität Paderborn und des Instituts für Gesamtökologischen Wohnungsbau (Prof. Dr.-Ing. Jürgen Voß) live im Internet zu beobachten.

Kontakt für Journalisten: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Voß, Tel.: 05251-60-2301/3222; voss@uni-paderborn.de; http://www-eev.uni-paderborn.de/eev/aktuelles.html

Bei dem Bau des neuen Institutsgebäudes steht das Recycling von gebrauchten Raumzellen aus Stahl sowie die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen für die Innenwandkonstruktion im Mittelpunkt. Die Bauzeit beträgt von der Grundsteinlegung bis zur Schlusselübergabe lediglich 100 Tage.

Grundsätzlich lässt sich für die Bewertung einer Baumaßnahme vor dem Hintergrund einer gesamtökologischen Betrachtung feststellen, dass es am besten wäre, nicht neu zu bauen, sondern, soweit vorhanden, eine schon bestehende Immobilie an die neuen Bedürfnisse anzupassen. Wenn aber

doch ein neues Gebäude errichtet werden muss bzw. soll, dann liegt die energetisch beste Lösung in der Verwendung recycelter Baumaterialien - vor allem für die Materialien, die in der "Herstellung" besonders energieintensiv sind.

Genau dieser Sachverhalt trifft bei dem Mensch-Haus-Umwelt-Gebäude im TechnologiePark Paderborn zu. Würde das für die tragende Konstruktion notwendige Stahlgerüst als Summe der Raumzellen explizit für diese Baumaßnahme hergestellt, wäre der damit verbundene Energieeinsatz gegenüber möglichen Alternativen wie einer Holz-, Mauerstein- oder Betonkonstruktion nicht zu rechtfertigen.

Der mit den gebrauchten Raumzellen umgesetzte Recyclinggedanke ist also nicht nur ein ökonomisches Mittel, sondern vielmehr eine konsequente Umsetzung des gesamtökologischen Ansatzes.

Nach ersten überschlägigen Berechnungen zeigt sich, dass, je nach Bewertungsmaßstab der Mehrfachnutzung der Raumzellen, das geplante Gebäude sogar einen geringeren Herstellungsenergiebedarf aufweisen kann, als ein in Holzbauweise errichtetes vergleichbares Gebäude.

Wenn bei der Auswahl der die tragende Stahlkonstruktion ausfachenden Baumaterialien auf einen möglichst geringen Herstellungsenergiebedarf geachtet wird, lässt sich der energetische Vorteil sogar noch weiter ausbauen. Beispielsweise ist die für die Innenaufteilung vorgesehene sogenannte Karphos-Wand (Wand aus mit Pappe kaschiertem stranggepressten Stroh) aufgrund ihres sehr geringen Herstellungsenergiebedarfs ein wichtiger Baustein in Richtung eines bewussten Energieeinsatzes.

Garant für die umfassende Umsetzung des Ansatzes des Gesamtökologischen Wohnungsbaus für das vom Architekturbüro Müller und Partner geplanten Gebäudes ist die umfangreiche fachliche Betreuung durch das Institut für Gesamtökologischen Wohnungsbau.

Alle fünf Minuten werden aktualisierte Bilder der Baustelle mit Hilfe einer Webcam im Internet übertragen: http://www-eev.uni-paderborn.de/eev/ aktuelles.html
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