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Analytische Chemie: Mensch und Umwelt im Blick

29.08.2002 - (idw) Universität Dortmund

Neue Erkenntnisse bringen die Fachwelt weiter. Bei der 12. Euroanalysis werden moderne Methoden auf den wichtigen Gebieten der Grundlagenforschung, der Prozesskontrolle, der Umweltanalytik sowie der medizinischen oder biochemischen Analytik vorgestellt. Im Blickpunkt stehen auch neue Techniken der Gen-Analyse. Die Fachtagung findet vom 8. bis 13. September 2002 an der Universität Dortmund statt.

Das Treffen von Chemikern aus ganz Europa wurde von der analytischen Sektion der Föderation Europäischer Chemischer Gesellschaften (FECS) initiiert. Die Organisation liegt in diesem Jahr bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Beiträge aus allen Bereichen der analytischen Chemie werden von Vertretern aus dem akademischen Bereich, aus der Industrie und den Behören diskutiert.

Ein Höhepunkt der Tagung ist der Hauptvortrag zum Thema "DNA Microarrays: Small Chemistry, Big Biology", die der Biochemiker Professor Ed Southern von der Universität Oxford (GB) zur Eröffnung am 9. September hält. Hier stellt er die von ihm entwickelten Techniken zur Gen-Analyse vor, die in vielen Forschungsvorhaben in der Biologie und Medizin Eingang fanden. Die FECS-Vorlesung gilt als eine der höchsten europäischen wissenschaftlichen Auszeichnungen.

Bunsen-Kirchhoff-Preis wird erneut vergeben

Eine national bedeutende Auszeichnung ist der Bunsen-Kirchhoff-Preis für analytische Spektroskopie. Er wird von dem in der GDCh beheimateten Deutschen Arbeitskreis für Angewandte Spektroskopie vergeben. Professor Dr. Jürgen Popp von der Universität Jena wird den Preis in Dortmund für seine Arbeiten zur Spektroskopie an Mikropartikeln erhalten.

Die Entwicklung der Lebenswissenschaften bringt einen ungeheuren Bedarf an Analytik, die extreme Anforderungen erfüllen und meist auch automatisierungsfähig sein muss. Als Beispiel sei auf die DNA-Sequenzierung verwiesen. Im Zusammenwirken von Mikrobiologie, Biochemie und Chemie mit den grundlegenden Prinzipien der Analytik werden große Fortschritte erzielt, die bis in die Medizin und den Umweltschutz hineinreichen. Unter anderem durch Miniaturisierung aber auch durch klassische Methoden der Labor- und Prozessanalytik wurden neue Anwendungen erschlossen sowie die Messungen qualitativ weiter verbessert und vielfach automatisiert.

Ein wichtiges Gebiet ist auch die Werkstoffanalytik geworden, insbesondere für die Werkstoffe in der Mikroelektronik, an die besonders hohe Anforderungen an die Reinheit gestellt werden.

Studierende für die Analytische Chemie begeistern

Auf der Euroanalysis in Dortmund geht man neben Forschungs- und Entwicklungsthemen auch der Frage nach, wie man die Lehre und das Erlernen der analytischen Chemie noch interessanter gestalten kann, um mehr Studenten für das Fach analytische Chemie zu begeistern. Der Workshop zum "Teaching" zeigt das Bemühen um neue Formen der Lehre und das Bestreben, eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung mit attraktiven und zugleich herausfordernden Beispielen aus dem modernen gesellschaftlichen Umfeld zu verbinden.

Die Euroanalysis 12 wurde maßgeblich von Wissenschaftlern des Dortmunder Instituts für Spektrochemie und Angewandte Spektroskopie (ISAS) vorbereitet, das mit einer Festsitzung am 11. September das Jubiläum seines 50jährigen Bestehens feiert.

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Weitere Informationen: Dr. Renate Hoer, Gesellschaft Deutscher Chemiker, Tel. 069 / 7917-493
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