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Institut für Deutsches und Internationales Bank- und Kapitalmarktrecht in Leipzig

25.01.2000 - (idw) Universität Leipzig

Die Universität Leipzig hat ein Institut für Deutsches und Internationales Bank- und Kapitalmarktrecht eröffnet. Direktoren sind die Professoren Franz Häuser und Reinhard Welter. Die Einrichtung ist das einzige Universitätsinstitut in Deutschland mit dieser fachlichen Ausrichtung. Vergleichbare Institute gibt es zwar an den Universitäten Mainz, Köln und der Humboldt-Universität Berlin. Diese sind jedoch sog. An-Institute, das heißt, sie werden überwiegend durch Drittmittel finanziert. Mit dem neuen Institut in Leipzig strebt die Universität an, die Stellung der Stadt Leipzig als überregional bedeutsamen Finanzplatz zu stärken und gleichzeitig die Hochschule auf zukunftsträchtigen Forschungsfeldern zu profilieren.

Die Universität Leipzig hat ein Institut für Deutsches und Internationales Bank- und Kapitalmarktrecht eröffnet. Damit wolle sie die Stellung der Stadt Leipzig als überregional bedeutsamen Finanzplatz weiter stärken und gleichzeitig zur Profilierung der Hochschule auf zukunftsträchtigen Forschungsfeldern beitragen, sagte der Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Volker Bigl zur Eröffnung der Einrichtung am Wochenende. Er verspreche sich nicht nur einen Gewinn für die Aus- und Weiterbildung, sondern auch intensive Beziehungen zu Kreditinstituten und Börsen.

Dem an der Juristenfakultät angesiedelten Institut stehen die Professoren Franz Häuser und Reinhard Welter vor, die sich in ihrer fachlichen Ausrichtung ideal ergänzen. Häuser ist Spezialist für Bürgerliches Recht, Bank- und Börsenrecht sowie Arbeitsrecht und Welter Experte für Bürgerliches Recht, Deutsches und Internationales Wirtschaftsrecht. Schon mehrfach haben sie auf dem Gebiet des Bankrechts zusammengearbeitet. So sind sie Ko-Autoren für die beiden Standardwerke "Handbuch der Kapitalanlage" und "Bankrechts-Handbuch". Während etwa im Handbuch der Kapitalanlage Häuser als Spezialist für Börsentermingeschäfte das nationale Recht abdeckt, ist Welter der Experte für die internationalen Bezüge.

Die Wurzeln des Instituts gehen auf eine Stiftungsprofessur für Bankrecht zurück, auf die Prof. Häuser, der vorher schon den Lehrstuhl für Arbeitsrecht an der Universität Leipzig innehatte, im Herbst 1994 wechselte. Die Stiftungsprofessur wurde eingerichtet vor dem Hintergrund Leipzigs als alter Handelsplatz und Bankenstadt. Professor Welter ist seit 1998 an der Universität Leipzig.

Das Leipziger Institut ist das einzige reine Universitätsinstitut in Deutschland mit dieser fachlichen Profilierung. Vergleichbare Einrichtungen gibt es nur noch an den Universitäten Mainz, Köln und der Humboldt-Universität in Berlin. Alle drei sind jedoch sog. An-Institute, das heißt, sie werden überwiegend durch Drittmittel finanziert. So wird das Mainzer "Institut für Deutsches und Internationales Recht des Spar-, Giro- und Kreditwesens" von der öffentlich-rechtlichen Kreditwirtschaft getragen, das Kölner "Institut für Bankwirtschaft und Bankrecht" von der privaten Kreditwirtschaft. Das Leipziger Institut arbeitet eng mit diesen Einrichtungen zusammen. Über Prof. Welter wirkt es ferner ehrenamtlich an der Ausbildung von Juristen in Warschau in Europäischem Wirtschaftsrecht mit.

Dr. Bärbel Teubert-Seiwert
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