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Wissenschaftsrat: IRS in den Raumwissenschaften gut positioniert

01.02.2000 - (idw) IRS / Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung

Erkner bei Berlin. Dem IRS/Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung liegt jetzt eine Stellungnahme des Wissenschaftsrats vor. Der Wissenschaftsrat ist in Deutschland das höchste Gremium zur Beratung der Politik, wenn es um Fragen universitärer und außeruniversitärer Forschung geht. Er hat das IRS 1999 auf seine wissenschaftliche Qualität überprüft und empfiehlt nun seine Weiterförderung durch den Bund und das Land Brandenburg.

Insgesamt hat das IRS gute Noten bekommen. Im Bewertungsbericht des Wissenschaftsrats heißt es, das Institut sei eine leistungsfähige und interdisziplinär arbeitende Forschungseinrichtung: "Es hat ein überzeugendes wissenschaftliches Profil gewählt und sich damit in der Fachwelt der Raumwissenschaften gut positioniert. Dank der Kompetenz und des Engagements der Mitarbeiter ist es dem IRS gelungen, trotz relativ geringer Ausstattung eine beachtliche Stellung in den Raumwissenschaften einzunehmen." Um diese Stellung weiter auszubauen, sollte sich das IRS nach Ansicht der Gutachter noch stärker in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses engagieren. Auch müsse das Institut intensiver mit Einrichtungen aus dem Ausland kooperieren und in internationalen Fachzeitschriften publizieren. Überdies solle es sein Forschungsprogramm künftig mit dem IÖR (Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden) so abstimmen, dass die Stärken beider Institute besser zum Tragen kommen.

Karl-Dieter Keim, Direktor des IRS, ist mit dieser Bewertung zufrieden: "Wir werden unsere Hausaufgaben erledigen. Insgesamt fühlen wir uns in unserer Forschungsarbeit bestärkt. Die Aufbauphase haben wir erfolgreich hinter uns gebracht." Das Institut wurde 1992 gegründet. Seinen Sitz hat es im brandenburgischen Erkner, am südöstlichen Stadtrand von Berlin. Hier erforschen Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen Grundlagen für eine zukunftsfähige Regional- und Stadtentwicklung. Zum wissenschaftlichen Personal gehören Geographen, Wirtschafts-, Sozial- und Geschichtswissenschaftler sowie Planer. Die Aufgaben haben eine überregionale Bedeutung und dienen auch der wissenschaftlichen Politikberatung: Zu den Untersuchungsräumen gehören Städte und Regionen in der Bundesrepublik Deutschland, in den Ländern der Europäischen Union sowie in Ostmitteleuropa und zum Teil in Nord- und Mittelamerika.

Besonderes Interesse finden im IRS Regionen, die sich in einer sozialen und ökonomischen Umbruchsituation befinden. Seit den epochalen wirtschafts- und sozialräumlichen Veränderungen, die Ende der achtziger Jahre weltweit eingesetzt haben, müssen sich die Entscheidungsträger in den Städten und Regionen neu orientieren. Sie sind im Zeitalter der Globalisierung gefordert, neue Entwicklungs- und Nutzungskonzepte zu erstellen, tragfähige Netzwerke aufzubauen sowie zeitgemäße Steuerungs- und Managementformen zu entwickeln. Hier setzt das Forschungsprogramm des IRS an. Seine Ergebnisse vermittelt das Institut über Veröffentlichungen, Veranstaltungen und über das Internet.

Das IRS gehört zu den Forschungs- und Service-Einrichtungen der "Blauen Liste". Sie werden je zur Hälfte von Bund und Ländern gefördert. 78 dieser Einrichtungen haben sich in der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) zusammengeschlossen. Bundesweit sind hier 11. 000 Menschen beschäftigt. Das jährliche Fördervolumen beträgt zur Zeit 1,4 Milliarden Mark.

Zuwendungsgeber des IRS seitens des Landes Brandenburg ist das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur und auf Bundesebene das Ministerium für Verkehr- Bau- und Wohnungswesen. Das IRS verfügt über 20,5 wissenschaftliche sowie 27 nichtwissenschaftliche Beschäftigte und wird mit 4,7 Millionen Mark gefördert. Darüber hinaus wirbt das Institut Drittmittel externer Auftraggeber ein.


Erkner bei Berlin, 01. Februar 2000

Ansprechpartner: Gerhard Mahnken, Tel.: 03362/ 793-113 FAX: -111
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