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Synchron konstruieren an verschiedenen Standorten

03.02.2000 - (idw) Fachhochschule Südwestfalen

Studenten der Märkischen Fachhochschule entwickeln Software-Programm


v.l.n.r.: Dipl.-Ing. Günther Lange, Prof. Dr. Walter Roth, Labormitarbeiter Dipl.-Ing. Oliver Drölle, Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Lehmann, Dipl.-Ing. Martin Zugreif Die Kommunikation und Zusammenarbeit verschiedener Partner über Datennetze, unabhängig von räumlichen Standorten, zählt heute bereits zu den Selbstverständlichkeiten. Mit der entsprechenden technischen Ausstattung können Arbeitnehmer beispielsweise ihre Arbeit zu Hause erledigen, Arbeitsaufträge per PC abrufen und die Ergebnisse auf gleichem Wege wieder ihrem Arbeitgeber übermitteln. Nicht möglich war dagegen bislang, dass zwei Partner an verschiedenen Standorten parallel am PC arbeiten und sofort die Ergebnisse des jeweils anderen auf dem Bildschirm ablesen können.

Abhilfe verschafft hier ein Programm, dass die beiden Studenten der Märkischen Fachhochschule (MFH), Martin Zugreif und Günther Lange jetzt im Rahmen ihrer Diplomarbeit entwickelten. Die Idee dazu hatte der betreuende Professor, Dr. Walter Roth, Leiter des Labors für Elektronik und Mikrocomputertechnik im Studiengang Angewandte Informatik. "Bei der Entwicklung integrierter Schaltungen", so Prof. Roth, "tritt häufig das Problem auf, dass Hersteller und Entwickler dieser Schaltungen an verschiedenen Standorten sitzen. Stellt sich nun beim Hersteller heraus, dass der vom Entwicklungsbüro konstruierte Schaltungsentwurf geändert werden muss, so wurde bislang die Änderung vom Entwickler vorgenommen und dem Hersteller dann mit zeitlicher Verzögerung übermittelt".

Mit dem neuen Programm können beide nun synchron das Problem an ihren Rechnern bearbeiten. Der Partner sieht die Änderungen sofort auf dem Bildschirm. Das MFH-Programm steuert in diesem Fall das verwendete CAD-Programm über eine normale ISDN-Telefonleitung per Fernsteuerung, so dass damit an zwei getrennten Stationen parallel gearbeitet werden kann.

Doch nicht nur CAD-Programme lassen sich durch die studentische Entwicklung steuern, auch bei ganz normalen Textsystemen funktioniert es. "Damit ist erstmals eine echte Zusammenarbeit an der gleichen Datei über große Entfernungen möglich", umreißen die Studenten die Vorteile ihres Programms. Und noch einen weiteren Vorteil besitzt das Programm: es ist unter jedem Windows-System, Windows NT oder Windows 95/98 verwendbar.

Zurzeit wird das neue Programm nur in der MFH eingesetzt. Geplant ist aber die Weiterentwicklung für den professionellen Einsatz mit industriellen Partnern.
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