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Versammlung der Universität Erlangen-Nürnberg wählte Prorektoren

03.02.2000 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Max Schulz, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und Prof. Dr. Bernd Naumann werden ab 1. April 2000 den Rektor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Prof. Dr. Gotthard Jasper, bei seinen Aufgaben vertreten. Mit großer Mehrheit wählte die Versammlung, das oberste Entscheidungsorgan der FAU, auf ihrer Sitzung am Mittwoch, 2. Februar 2000, erstmals in der Geschichte der mittelfränkischen Universität drei Prorektoren für zwei Jahre in dieses Amt. Bisher standen dem Rektor zwei Vertreter zur Seite.

Prof. Dr. Max Schulz, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und Prof. Dr. Bernd Naumann werden ab 1. April 2000 den Rektor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Prof. Dr. Gotthard Jasper, bei seinen Aufgaben vertreten. Mit großer Mehrheit wählte die Versammlung, das oberste Entscheidungsorgan der FAU, auf ihrer Sitzung am Mittwoch, 2. Februar 2000, erstmals in der Geschichte der mittelfränkischen Universität drei Prorektoren für zwei Jahre in dieses Amt. Bisher standen dem Rektor zwei Vertreter zur Seite.

Auf Prof. Dr. Max Schulz, Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Physik, entfielen 78 von 91 abgegebenen Stimmen, bei 12 Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft, erhielt 71 von insgesamt 91 abgegebenen Stimmen, bei 20 Nein-Stimmen. Für Bernd Naumann, Professor für Deutsche Sprachwissenschaft und seit 1990 im Amt des Prorektors, votierten 77 von insgesamt 90 Stimmberechtigten, bei 13 Nein-Stimmen. Die Versammlung folgte damit mit großer Mehrheit dem Wahlvorschlag von Rektor Jasper. Prof. Dr. Günther Kuhn, der seit 1996 als erster Stellvertreter des Rektors tätig war und den Vorsitz der Ständigen Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs inne hatte, stand für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung.

An der Wahl beteiligten sich 85 anwesende von insgesamt 127 Mitgliedern der Versammlung. Sieben Vertreter machten von ihrem Recht der Stimmrechtsübertragung Gebrauch. Die Versammlung setzt sich zusammen aus 72 Vertretern der Professoren, 24 wissenschaftlichen und drei nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern, 24 Studenten sowie der Hochschulleitung mit vier Vertretern.

Prof. Schulz, Prof. Grüske und Prof. Naumann nahmen die Wahl an und dankten der Versammlung für das ihnen entgegengebrachte Vertrauen. In den nächsten vier Semestern wird Prof. Schulz erster Vertreter des Rektors sein, zum zweiten Prorektor wurde Prof. Grüske, Prof. Naumann zum dritten Prorektor gewählt.


Zu den Personen:
Prof. Dr. Max Schulz, 1939 in Nürnberg geboren, studierte Physik an der Universität Kiel und an der Technischen Universität in Braunschweig. 1966 wurde er in Braunschweig im Fach Physik promoviert. Parallel dazu schloß er sein Zweitstudium im Fach Elektrotechnik ab. Von 1967 bis 1969 war Max Schulz Research Fellow an der University of Essex in England, anschließend bis 1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Abteilungsleiter am Fraunhofer Institut für Angewandte Festkörperphysik in Freiburg. Seine Habilitation erfolgte 1972 an der Universität Freiburg. Seit 1978 ist Prof. Schulz Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Physik mit Forschungsschwerpunkt Halbleiterphysik und Photovoltaik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Seit 1992 ist Prof. Schulz gleichzeitig Vorstand im Zentrum für Angewandte Energieforschung, Bayern (ZAE Bayern) und wissenschaftlicher Leiter der in Erlangen angesiedelten Abteilung "Thermosensorik und Photovoltaik" des ZAE Bayern. In längeren Gastaufenthalten war Prof. Schulz tätig an der Stanford Universität und bei der NASA in den USA. Prof. Schulz war 1981 und 1999 zweimal Konferenz-Chairman der internationalen INFOS-Konferenzen (Insulating Films on Semiconductors) zum Thema: "Isolierende Dünnfilme in der Mikroelektronik" in Erlangen. Von 1994 bis 1999 war er Sprecher des Bayerischen Forschungsverbundes Solarenergie (FORSOL), von 1994 bis 1995 Sprecher des Sonderforschungsbereiches 292 "Mehrkomponentige Schichtsysteme".

Von 1995 bis 1997 stand Prof. Schulz als Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät I voran.

Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, 1946 in Erlangen geboren, studierte Volkswirtschaftslehre in Erlangen-Nürnberg und München. Von 1972 bis 1988 war er Assistent und Akademischer Oberrat an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. 1978 erfolgte seine Promotion. Für seine Habilitationsschrift wurde er 1986 mit dem Habilitationspreis der Universität Erlangen-Nürnberg und dem hochdotierten Wolfgang Ritter-Preis (Bremen) ausgezeichnet. Ein Forschungsaufenthalt führte ihn 1987 nach USA. Von 1988 bis 1990 war Prof. Grüske wissenschaftlicher Projektleiter am Institut für Wirtschaft und Gesellschaft im Wissenschaftszentrum Bonn. 1990 erhielt er einen Ruf an die Universität der Bundeswehr in Hamburg. Seit 1991 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft, an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Prof. Grüskes Fachwissen ist in zahlreichen Gremien gefragt. Seit 1993 ist er im wissenschaftlichen Beirat für Familienfragen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, seit 1997 im wissenschaftlichen Beirat für Verwaltungsreformen der hessischen Landesministerien und Universitäten sowie in verschiedenen Kommissionen zur Hochschulreform. 1999 wurde er in den wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Jugendinstituts, München, berufen. Zudem ist er Mitglied des bildungsökonomischen und des finanzwissenschaftlichen Ausschusses der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Prof. Grüske war von 1994 bis 1996 Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Seit 1996 ist er Mitglied des Senats der Universität Erlangen-Nürnberg.

Prof. Dr. Bernd Naumann, 1938 in Hirschfeld/Sachsen geboren, studierte Anglistik und Germanistik in Erlangen, Heidelberg und Bristol. 1967 erfolgte seine Promotion in Erlangen. 1969 war er Akademischer Rat für Deutsche Sprachwissenschaft in Tübingen, von Herbst 1969 bis 1975 Statutory Lecturer für Deutsche Sprachwissenschaft und Mediävistik in Dublin. 1975 folgte er dem Ruf auf eine Stellung als Wissenschaftlicher Rat und Professor für Deutsche Sprachwissenschaft am Institut für Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft der FAU. 1982 erfolgte seine Habilitation, für die er 1983 mit dem Habilitationspreis ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr wurde er zum C2-Professor ernannt (seit 1999 C3). 1994 übernahm Prof. Naumann eine Gastprofessur in Kyoto/Japan. Sein Arbeitsgebiet umfaßt die Geschichte der Sprachwissenschaft, Sprachwissenschaft und Nachbardisziplinen (vor allem Geologie), Grammatikschreibung, Wortbildung und Gesprächsanalyse. Er ist Mitglied im Präsidium der International Association for Dialogue Analysis/Bologna. Prof. Naumann war mehrfach Mitglied des Fachbereichsrates der Philosophischen Fakultät II. Von 1993 bis 1996 vertrat er die Philosophische Fakultät im Senat. Als Prorektor ist Prof. Naumann seit 1996 Vorsitzender der Ständigen Kommission für Lehre und Studierende, der Hochschulkommission für Lehrerbildung sowie Vorsitzender des Ausschusses für das Akademische Auslandsamt.

* Weitere Informationen:

Rektor Prof. Dr. Gotthard Jasper
Schloßplatz 4, 91054 Erlangen
Tel.: 09131/85 -26605, Fax: 09131/85 -22188
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