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Schärferes Forschungsprofil

03.02.2000 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Vier neue Sonderforschungsbereiche, mehrere hochdotierte Forschungspreise und gestiegene "Drittmittel" - die Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat im vergangenen Jahr ihr Profil als Zentrum der Spitzenforschung geschärft und die Früchte ihrer erfolgreichen Forschungsförderung geerntet.

Nach Ansicht von Rektor Prof. Dr. Jürgen Schmidt braucht die Universität im Bereich der Forschung den Vergleich mit anderen Hochschulen ähnlicher Struktur nicht mehr zu scheuen. Im Rechenschaftsbericht für das Jahr 1999 weist er allerdings auch darauf hin, daß sich die Universität auf diesen bislang beispiellosen Erfolgen in der Forschungsförderung im vergangenen Jahr nicht ausruhen dürfe und sich weiter bemühen müsse, wichtige Forschungseinrichtungen nach Münster zu ziehen und noch mehr Drittmittel einzuwerben. Nachholbedarf sieht der Rektor vor allem noch in den großen gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereichen.

Für die vier neuen Sonderforschungsbereiche zu den Themen "Ionenbewegung in Materialien mit ungeordneten Strukturen - vom Elementarschritt zum makroskopischen Transport" (SFB 458), "Extrazelluläre Matrix: Biogenese, Assemblierung und zelluläre Wechselwirkung" (SFB 492), "Funktionen von Religion in antiken Gesellschaften des Vorderen Orients" (SFB 493) und "Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter bis zur französischen Revolution" (SFB 496) stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) allein in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von 9,3 Millionen Mark bereit. Insgesamt arbeiten jetzt sieben Sonderforschungsbereiche an der Universität Münster.

Nach Münster geholt wurden im vergangenen Jahr außerdem ein weiteres Graduiertenkolleg, das sich mit "Gesellschaftlicher Symbolik im Mittelalter" beschäftigt, eine interdisziplinäre DFG-Forschergruppe "Kulturelle Diversität und die Konstruktion von Gemeinwesen in Südostasien", die wichtige Impulse für den vor zwei Jahren in Münster eingerichteten Forschungsverbund Südostasien geben wird, sowie ein Nachwuchsgruppe der Volkswagen- Stiftung zur "Kulturgeschichte und Theologie des Bildes im Christentum".

Ein Zeichen für die internationale Anerkennung der an der Westfälischen Wilhelms-Universität geleisteten Forschungsarbeit ist auch die Verleihung bedeutender und hochdotierter Forschungspreise an münstersche Wissenschaftler im vergangenen Jahr. So erhielt Anfang 1999 der Mathematiker Prof. Dr. Joachim Cuntz den Leibniz-Preis, den mit 1,5 Millionen Mark höchstdotierten deutschen Wissenschaftspreis. Im Dezember wurde der Chemiker Prof. Dr. Dieter Hoppe mit dem "Max-Planck-Forschungspreis" und sein Fachkollege Prof. Dr. Werner Klaffke mit dem Unilever-Forschungspreis ausgezeichnet. Und das neue Jahr 2000 beginnt so erfolgreich wie das alte endete: Prof. Dr. Franz Hillenkamp vom Institut für Medizinische Physik wurde der diesjährige Preis für Biomolecular Analytics, der mit einem Preisgeld in Höhe von 100.000 Mark verbunden ist, zugesprochen.

Deutlich werden die erfolgreichen Anstrengungen der Universität Münster, sich nicht nur als eine der grössten deutschen Hochschulen mit fast 45.000 Studierenden sondern auch als leistungsfähiges Forschungszentrum zu etablieren, auch an der Entwicklung der Drittmittel: Diese von dritter Seite (zum Beispiel der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Europäischen Union oder von Wirtschaftsunternehmen) den Wissenschaftlern zufließenden und von der Universität verwalteten Gelder für bestimmte Forschungsprojekte stiegen im vergangenen Jahr von 81 auf 87 Millionen Mark, davon rund 44 Millionen für den nichtmedizinischen Bereich der Universität. Hier haben die Drittmittel inzwischen die Höhe der vom Land der Universität zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel für Lehre und Forschung (Titelgruppe 94) erreicht.

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