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Begeistert am Wildtier

04.02.2000 - (idw) Forschungsverbund Berlin e.V.

Internationales Symposium in Berlin zu Ehren von Prof. Dr. Reinhold R. Hofmann

Ein hochkarätig besetztes Internationales Symposium "From morphs to habitats: Wildlife research across disciplines" findet heute im Schloss des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde statt. Mit dieser Veranstaltung, an der Wildbiologen sowie Zoo- und Wildtierärzte aus Europa, Amerika und Afrika teilnehmen, werden die wissenschaftlichen Leistungen von Prof. Dr. med. vet. Reinhold R. Hofmann gewürdigt, der von 1992 bis 1999 Direktor des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) war und kürzlich emeritiert worden ist.

Der heute 68jährige Wissenschaftler kann auf Wildforschungsarbeiten und Vorlesungsserien in 28 Ländern zurückblicken. Seine Forschungsergebnisse - darunter zu Ernährung und Verdauungstrakt wild lebender Pflanzenfresser und deren ökologische Einnischung; zu Struktur und Funktion der Haut- und Duftdrüsen sowie über Wilderhaltung durch ökologisch verträgliche Nutzungskonzepte - sind in weit über 100 "hochrangigen Publikationen" (Prof. Bostedt in seiner Laudatio) veröffentlicht.

Prof. Hofmann, aus Gießen kommend, übernahm das aus der Forschungsstelle für Wirbeltierforschung (bei der Akademie der Wissenschaften) hervorgegangene IZW am 1. Oktober 1992 und begründete dessen Ruf als erstes integrativ arbeitendes Wildforschungsinstitut in Deutschland. Der Wissenschaftsrat hat nach einer Begutachtung des Instituts am 19. November 1998 die uneingeschränkte Weiterförderung dieser Forschungseinrichtung durch den Bund und das Land Berlin empfohlen.

In seiner Laudatio sagte Prof. Dr. med. vet. Hartwig Bostedt (Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Gießen, über viele Jahre Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des IZW), an den Emeritus gewandt:

"Sie haben es geschafft, das Institut in den modernen, international geprägten Wissenschaftsbetrieb zu integrieren. Es ist Ihnen und den von Ihnen betreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelungen, dem Institut Weltgeltung zu verschaffen, so daß es heute Anlaufstelle für prominente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist. Der Rat und die Kompetenz des Institutes sind länderübergreifend gefragt. Berlin und insbesondere der Forschungsverbund können mit Stolz auf diese von Ihnen zum heutigen Stand gebrachte Einrichtung blicken. Erwähnt werden muß aber auch, daß der Bund gemeinsam mit dem Berliner Senat es vollbracht hat, über die ganzen Jahre hinweg eine großzügige finanzielle Förderung zu gewährleisten. Mit den Worten einer immer mehr ökonomisierten Gesellschaft, also kaufmännisch gesprochen: Es war und ist eine gute Investition."
Und weiter heißt es, gerade durch sein Einfühlungsvermögen, seine Wissenschaftsbegeisterung habe Prof. Hofmann den Funken gezündet, wodurch eine Blockleistung des gesamten Instituts auf hohem Niveau und keine monolithischen Einzelleistungen entstanden seien.
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