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Emeritierung: Prof. Hasler

04.02.2000 - (idw) Universität Trier

Ehemaliger Präsident der Universität Trier und Professor für Anglistik wird emeritiert

Der ehemalige Präsident der Universität Trier und Professor für Anglistik, Prof. Dr. Jörg Hasler, wird zum Ende dieses Wintersemesters emeritiert. Von April 1987 bis April 1995 war Hasler Präsident der Universität Trier. Zu seiner Verabschiedung veranstalten das Fach Anglistik und die Universität eine Feier am Freitag, 11. Februar 2000, um 11 Uhr im Hörsaal 6 der Universität Trier. Nach Grußworten von Vizepräsident Prof. Roland Baumhauer, dem Dekan des Fachbereichs II, Prof. Burkhard Rieger und dem Geschäftsführer des Faches Anglistik, Prof. Wolfgang Kühlwein, hält der erste Trierer Schüler von Hasler den Festvortrag: Norbert Greiner ist Professor in Heidelberg und spricht zum Thema "Dargestelltes Lachen bei Shakespeare".

Während seiner Präsidentschaft hat Hasler sich in vielfältiger Weise für die Universität Trier engagiert: Besonders lagen ihm am Herzen der Ausbau der in-ternationalen Beziehungen - regional in diesem Dreiländereck - aber auch global, der Ausbau des Campus und besonders auch die Pflege der Beziehungen zwischen Stadt und Universität.
Hasler war von 1991 bis 1994 Präsident der "Charte de Coopération" Saar-Lor-Lux-Trier-Westpfalz. Dazu fand 1991 ein "Erster grenzüberschreitender Hochschulkongress" an der Universität Trier statt. Er förderte internationale Beziehungen insbesondere mit Wuhan (VR China), Nablus (Westjordanland) und Galicien (Spanien).
Den Ausbau der Universität hat er unter seiner Präsidentschaft intensiv betrieben: auf seine Initiative bei dem damaligen Minister Gölter wurde das Studierendenhaus erstellt. Das Drittmittelgebäude wurde geplant und errichtet sowie ein Laborgebäude gebaut. Die Anmietung des ehemaligen französischen Hospitals war damals ein erster Schritt für die heutigen Ausbauplanungen der Universität auf dem Petrisberg.
Hervorzuheben ist auch das ehrenamtliche Engagement des damaligen Präsidenten, der sich maßgeblich für den "Brückenbau" zwischen Universität, Stadt und Region eingesetzt hat und durch persönliche Kontakte die Universität in das gesellschaftliche Leben einzubinden versuchte.
Hasler ist als Lehrer bei den Studierenden beliebt und nicht nur als Präsident sondern auch als Mensch in guter Erinnerung. Rückblickend auf seine Verabschiedung aus dem Präsidentenamt markieren dies einige charakteristische Aussagen: "Das offene Wort", "seine Rücksichtnahme" und der "Geist der Freiheit" kennzeichneten seinen Umgang mit den Hochschulen, betonte sein Kollege und derzeitiger Präsident der Hochschulrektorenkonferenz Prof. Klaus Landfried. Der akademische Mittelbau hob seinen "charismatischen Charme" und das "väterliche Engagement" hervor. Charakteristisch ist das Bild des damaligen AStA-Vorsitzenden: "Mit Pfeife und Mütze schritt ein Mensch über den Campus, der den Studierenden in guter Erinnerung bleiben wird". Wissenschaftsminister Prof. Jürgen E. Zöllner hob den fairen "Interessenausgleich" hervor sowie die Gabe Haslers "sich in Schrift und Wort so unnachahmlich mit anderen auseinandersetzen zu können", was er vermissen werde.

Hasler nahm im Wintersemester 1975/76 seine Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität Trier als C 4-Professor für "Anglistische Literaturwissenschaft unter Einschluss der Amerikanistik" auf. In den elf Jahren vor seiner Ernennung zum Präsiden-ten der Universität Trier hat er in zahlreichen Gremien der Selbstverwaltung mitgewirkt. So war er unter anderem Dekan und Prodekan des Fachbereichs II, Mitglied des Senats und der Versammlung, Mitglied oder Vorsitzender in zahlreichen Kommissionen und von 1984 bis 1987 Vizepräsident der Universität. Nach seiner Präsidentschaft lehrte und forschte Prof. Hasler wieder als Literaturwissenschaftler im Fach Anglistik.

Einladung an die Presse

Feierliche Verabschiedung von Prof. Dr. Jörg Hasler
anlässlich seiner Emeritierung

Freitag, 11. Februar 2000
11 Uhr c.t., Hörsaal 6, Gebäude C

Festvortrag von Prof. Dr. Norbert Greiner, Universität Heidelberg:
"Dargestelltes Lachen bei Shakespeare"
Weiteres zur Vita

Hasler wurde 1935 in Aarau in der Schweiz geboren. Er studierte Anglistik, Germanistik und Romanistik und promovierte im Jahre 1963 an der Universität Basel mit einer Arbeit über Henry James. Nach Schultätigkeit und Assistentenengagements am German Department der University of Edinburgh und am Englischen Seminar der Universität Basel habilitierte sich Prof. Hasler 1973 in Basel mit einer Studie über die Komödien von William Shakespeare. Diese Forschungen wurden mit einem Habilitationsstipendium des schweizerischen Nationalfonds unterstützt.
Buchpublikationen, Aufsätze, Rezessionen, Mitarbeit an Bibliographien und die Tätigkeit als Herausgeber kennzeichneten seine intensive wissenschaftliche Forschungsarbeit, bevor er das Amt des Präsidenten an der Universität Trier übernommen hatte. Zahlreiche Aufenthalte in England und Amerika markierten seine Laufbahn. So arbeitete er am Shakespeare Institute der University of Birmingham in Stratford/Avon und an der Shakespeare Library in Washington, 1979 war Prof. Hasler Gast an der Clark University in Worcester/Mass., USA. Als ihn 1980 ein Ruf auf einen Lehrstuhl für Englische Philologie an der Universität Basel als Nachfolger seines Lehrers Rudolf Stamm erreichte, lehnte er diese Berufung zugunsten eines Verbleibens in Trier ab.


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28/2000 4. Februar 2000
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