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Biochemiker besucht Bangkok

07.02.2000 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster


Prof. Galla (rechts) mit seinen thailändischen Gastgebern von der Mahidol-Universität Bangkok Prof. Dr. Hans-Joachim Galla, geschäftsführender Direktor des Instituts für Biochemie im Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster, folgte einer Einladung zu einem Besuch der Mahidol-Universität in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Während seines einwöchigen Aufenthalts stellte Prof. Galla die Forschungsarbeiten des münsterschen Instituts in vier wissenschaftlichen Vorträgen vor.

Ein Ziel des Besuchs war es auch, Möglichkeit des Austauschs von Studierenden vorzubereiten. Prof. Galla informierte deswegen in weiteren Vorträgen über das Ausbildungssystem der deutschen Universitäten und besonders den Studiengang Chemie und die Promotionsmöglichkeiten in Münster. Der Präsident der Mahidol-Universität, Prof. Dr. Pornchai Matangkasombut, zeigte sich sehr interessiert am Ausbau der Kooperation und betonte, dass seine Universität gerade im Bereich der Biowissenschaften einen Austausch von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern mit deutschen Universitäten anstrebe. So ermutigte er den Dekan der dortigen Fakultät für Medizinische Technologie, Prof. Dr. Virapong, die Kooperation mit dem münsterschen Institut für Biochemie federführend für den Fachbereich Chemie und Pharmazie zu konkretisieren und möglichst umgehend ein mehrjähriges gemeinsames Forschungsprogramm vorzulegen.

Gemeinsame Interessen liegen im Bereich der Zellbiochemie und Neurobiochemie an der Blut-Hirn-Schranke, einem Forschungsschwerpunkt des münsterschen Instituts für Biochemie. Die Mahidol-Universität wiederum ist sehr aktiv auf dem Gebiet der Malaria- Forschung und will mit den in Münster etablierten Zellkultursystemen die Wechselwirkung des Malariaparasiten mit den Zellen der Blutgefäße im Gehirn studieren. Dazu sollen Doktoranden aus Bangkok nach Münster kommen, die den Umgang mit den Zellkulturen lernen und dann in Thailand etablieren und einsetzen.

Weitere Bereiche, in denen Kooperationen bereits bestehen und vertieft werden sollen, sind die Biosensorik und die Medizintechnik. Hier liegen Schwerpunkte auf der Entwicklung neuer Biosensorsysteme, bei denen dünne Oberflächenfilme auf Elektroden mit Rezeptoren der biologischen Zellmembran als Sensoren für Substanzen wie Hormone oder Toxine aufgebaut werden. Prof. Galla zeigte sich nach seiner Rückkehr sehr zufrieden mit dem einwöchigen Besuch in Bangkok und sieht mit großem Interesse einer sich stärker entwickelnden Kooperation mit asiatischen Universitäten entgegen.
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