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Universität Hohenheim stellt Entwicklungen auf der CEBIT 2000 vor

08.02.2000 - (idw) Universität Hohenheim

Mit vier Entwicklungen wird die Universität Hohenheim in diesem Jahr auf der CEBIT 2000, der internationalen Leitmesse für Telekommunikation vertreten sein, die vom Donnerstag, 24. Februar bis Mittwoch, 1. März 2000 auf dem Messegelände in Hannover stattfinden wird.

Aus dem Fachgebiet Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Helmut Krcmar) aus dem Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Hohenheim wird die Weiterentwicklung der Inter-netlernumgebung "UBILE" vorgestellt. Hier wird selbstgesteuertes, individuelles Lernen mit verteilten, zeitgleichen Lernsitzungen kombiniert, um die Stärken beider Lernformen zu nutzen. Dieses Software-System, das im Rahmen eines EU-Projektes entwickelt worden ist, bietet Unterstützung bei verteiltem Lernen und Lehren (Telelearning, Teleteaching). In Evaluationskursen wurden die Erkenntnisse aus der Projektentwicklung umgesetzt, nach denen Zeitmanagement und Motivation als kritische Erfolgsfaktoren für das Fernstudium identifiziert wurden. Module für individuelles Lernen wechseln mit virtuellen Seminaren, die die Inhalte der Module vertiefen. Gerade die virtuellen Seminare motivieren zur konti-nuierlichen Teilnahme und helfen, das Arbeiten im Selbststudiumsteil zeitlich zu strukturieren. Damit steht nun auch für hochqualifizierte Arbeitnehmer und Selbstständige, die sich nicht ganze Tage für berufliche Weiterbildung freimachen können, ein effizientes Instrument zur Verfügung.
Ebenfalls aus dem Fachgebiet Wirtschaftsinformatik wird das Projekt "Information Mana-gement Perfomance Indicators IMPI" vorgestellt, das gemeinsam mit der Firma ITM GmbH die gewonnenen Erfahrungen der Forschungsstelle für In formationsmanagment (FIM) der Universität und des Kompetenzzentrums für Informationsverarbeitungskontrolling in dem Führungsinformationssystem IMPI-Tool zusammenfasst. Es ermöglicht der Unterneh-mensführung und dem Informationsmanagement selbst eine effektive Beurteilung des ei-genen Informationsmanagements. Dabei sind die operative Frage : Werden die Dinge richtig gemacht? und die strategische Frage: Werden die richtigen Dinge gemacht? zu be-antworten. Danach lassen sich die für das jeweilige Unternehmen kritischen Kriterien mo-dellieren und bewerten. IMPI-Tool bietet flexible Dimensionen - Indikatoren - Zuordnun-gen und multidimensionale Auswertungsmöglichkeiten -, um die Beurteilungsmaßstäbe je nach Unternehmensstrategie, Branche oder Marktdynamik anzupassen.
Ein "virtuelles Projektbüro", das vom Fachgebiet Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Helmut Krcmar) in Zusammenarbeit mit dem Praxispartner ITM Informations- und Technologiemanagement Beratungsgesellschaft mbH entwickelt wurde, ist eine Kooperations-Plattform für die effizient verteilte Erstellung wissensbasierter Dienstleistungen kleiner und mittelständischer Unternehmen. Es ermöglicht die flexible, ortsungebundene Organisation eigener und freier Mitarbeiter ohne den übergroßen Koordinationsaufwand, der bisher für solche Organisationsformen erforderlich war. Die Vorteile dieses virtuellen Projektbüros sind die Integration des Kunden, für den die Dienstleistung erbracht wird, die Verknüpfung von Management und Durchführung verschiedener Projekte, die anwenderoriente und schnelle Navigation über ein visualisiertes Kooperationsnetz und über Räume eines projektübergreifenden Hauses, eine verteilte Datenbank, integrierte Sicherheitsmechanismen zum Schutz der Information vor unberechtigtem Zugriff und die Wiederverwendung bereits gemachter Erfahrungen mit Hilfe von Experience Patterns.
Auch zwei Unternehmen, die im Gründerzentrum der Innovation und Bildung Hohenheim GmbH (einer hundertprozentigen Tochter der Universität Hohenheim) arbeiten, sind auf der diesjährigen CEBIT vertreten.
Die Dr. Sonje-Web-Consult zeigt die Weiterentwicklung ihres Webtest, mit dem Internetangebote an Hand von Standards für einen professionellen Online-Auftritt bewertet werden. Die Ergebnisse des Tests resultieren auf einer Analyse von knapp 150 objektiv und quantitativ messbaren Kriterien. Er bewertet das Angebot im direkten Vergleich mit den wichtigsten Mitbewerbern (benchmarking). Sieben Dimensionen werden dabei zur Beurteilung des WWW-Angebots herangezogen. Dies sind die Gestaltung, die Navigationssicherheit und die Homogenität (corporate design), die Komplexität, die Aktualität und die Interaktivität des Angebots sowie der Dienstleistungsumfang und die Dienstleistungsvielfalt. Damit steht eine Untersuchungsmethode zur Verfügung, die subjektive Urteile und spontane Bewertung weitgehend ausschließt.
Ebenfalls eine Neugründung aus dem Hohenheimer Gründerzentrum ist das Unternehmen BOOST Electronic Business, das eine Lösung vorstellt, die klein- und mittelständischen Firmen die Möglichkeit gibt, den Geschäftspartnern und Kunden ihren Katalog über das Internet bereitstellen zu können. Der Prototyp wurde in Java entwickelt und kommt jetzt in ersten Shops und Business to Business - Systemen zum Einsatz. Neben der Möglichkeit, Waren zu bestellen, Waren in verschiedenen Formaten anzusehen und einem konfigurierbaren Layout bietet die Lösung eine besonders intuitive und effektive Navigation durch den Produktkatalog. Damit wird garantiert, dass die Benutzer keine Zeit bei der Suche verlieren. Die Lösung von BOOST bietet eine Gelegenheit für den Einstieg in Business to Business, da die oftmals hohen Anfangsinvestitionen der bisher am Markt angebotenen Produkte viele mittelständische Unternehmen abschrecken.
Die Hohenheimer Präsentationen sind in der Halle 16 auf dem Stand B35 zu finden.

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