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Schonende Brustdiagnostik durch minimal-invasive Gewebeentnahme

10.02.2000 - (idw) Universitätsklinikum Tübingen

Symposium Minimal-invasive Mammadiagnostik am 23. 2. 2000

Brustkrebs ist heutzutage die häufigste bösartige Geschwulst der Frau. Jede neunte Frau in der Bundesrepublik ist mittlerweile davon betroffen. Trotzdem ist es in den 90er Jahren immer häufiger gelungen, die betroffene Brust vor der Amputation zu bewahren und eine brusterhaltende Therapie durchzuführen. Dabei ist die Rezidiv-rate, d.h. die Häufigkeit von erneut auftretendem Brustkrebs nicht höher als nach der vollständigen Brustentfernung.
Zur optimalen Planung des Therapiekonzeptes (Operation, Hormontherapie, Che-motherapie) ist es häufig erforderlich, vor der endgültigen Operation die bösartige Veränderung durch eine Zell- oder Gewebeentnahme - also minimal-invasiv - zu dia-gnostizieren. Gerade in den letzten Jahren sind einige Neuerungen auf diesem Gebiet hinzugekommen. Zu diesen Verfahren zählen die Feinnadelbiopsie, bei der Zellen durch eine dünne Nadel angesaugt werden, die Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie, bei der mittels einer automatischen Stanzpistole etwa 1-2 mm dicke und bis zu 2 cm lange Gewebezylinder "ausgestanzt" werden und schließlich die Vakuumsaugbiopsie und die großvolumige Biopsie mit dem ABBI-System.
Die beiden letzteren Methoden sind relativ neue Verfahren, bei denen ein Computer nach Erstellung digitaler Röntgenbilder die räumlichen Koordinaten der zu biopsie-renden Brustregion berechnet und anschließend ansteuert. Bei der Vakuumbiopsie werden durch Gewebeansaugung mittels Vakuum einzelne, aber recht dicke (2-3 mm) und lange (bis 4 cm) Gewebezylinder entnommen. Bei dem ABBI-System er-folgt die Entnahme eines zusammenhängenden, bis zu 2 cm durchmessenden Gewe-bezylinders.

Am 23.02.2000, 17.00-20.00 Uhr, veranstalten die Abteilung für Radiologische Diagnostik (Radiologische Klinik, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Claus Claussen), die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe (Universitätsfrauenklinik, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Diethelm Wallwiener) und das Institut für Pathologie (Ärztlicher Di-rektor Prof. Dr. Burkhard Bültmann) im Hörsaal der Universitätsfrauenklinik, Schleichstraße 4, 72076 Tübingen ein Symposium zum Thema minimal-invasive Mammadiagnostik. Schwerpunktmäßig werden damit ärztliche Kollegen aus der Ra-diologischen Diagnostik und Gynäkologie angesprochen, die im Raum Baden-Württemberg tätig sind.
Das breite Spektrum der heutzutage verfügbaren Methoden minimal-invasiver Mammadignostik, d. h. Brustdiagnostik mittels Entnahme von Zellen oder Gewebeproben aus der Brust, soll vorgestellt und diskutiert werden. Zum Abschluß wird das derzeitige Tübinger Konzept zur Abklärung unklarer Befunde der Brust erörtert werden.

Ansprechpartner für nähere Informationen:
Universitätsklinikum Tübingen, Radiologische Klinik
PD Dr. Markus Müller-Schimpfle, Oberarzt Abt. Radiologische Diagnostik
Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen
Tel.: 0 70 71/29-8 05 46, Fax.: 0 70 71/29-58 45
e-Mail: mms@uni-tuebingen.de

Anmeldung: Dr. Katja Siegmann, Tel. 0 70 71/29-8 73 75, Fax 0 70 71/29-58 45
e-Mail: katja.siegmann@med.uni-tuebingen.de

P r o g r a m m
Symposium Minimal-invasive Mammadiagnostik am 23. 2. 2000

17.00 Begrüßung

17.10 Die minimal-invasive Mammadiagnostik aus der Sicht des Pathologen

Prof. Dr. Böker, Münster

17.30 Feinnadel- und Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie in der modernen Mammadiagnostik
Prof. Dr. Schulz-Wendlandt, Erlangen

17.50 Die digital-stereotaktische Vakuumsaugbiopsie
Prof. Dr. Scharl, Amberg

18.10 Pause

18.40 Die digital-stereotaktische Biopsie der Mamma mit dem ABBI-System
Dr. Buchberger, Innsbruck

19.00 Mammografisch und MR-gestützte Interventionen zur minimal-invasiven Mammadiagnostik
PD Dr. Markus Müller-Schimpfle, Tübingen

19.20 Sonografisch gestützte Mamma-Interventionen
Dr. Fersis, Tübingen

19.40 Diskussion

20.00 Ende der Veranstaltung
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