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Landeslehrpreise

14.02.2000 - (idw) Universität Ulm

Landeslehrpreise 1999/2000
Die Ulmer Preisträger

Die jährlichen, mit DM 10.000 dotierten Landeslehrpreise erhalten in Ulm diesmal die Professoren Michael Hoffmann, Hermann Schumacher und Ulrich Stadtmüller. Die Preisverleihung findet am 14.2.2000 statt.

Prof. Dr. Ulrich Stadtmüller begann 1971 sein Mathematikstudium an der Universität Ulm. Etwa zum Zeitpunkt seiner Promotion 1977 wurde hier der neue, überaus erfolgreiche Studiengang Wirtschaftsmathematik eingeführt. An der Weiterentwicklung dieses Studiengangs wirkte Stadtmüller zunächst als Assistent, später als Dozent und Professor maßgeblich mit. Angeregt durch die guten Berufsperspektiven der Ulmer Absolventen im Bereich der Finanzdienstleistungen, entwickelte er neue Vorlesungen an der Schnittstelle zwischen Mathematik, Stochastik und Mathematical Finance, wobei er in Auswahl und Anordnung der Vorlesungsinhalte herausragendes didaktisches Geschick bewies. Stadtmüllers besonderes Engagement zeigte sich auch in seinem Bemühen, für die Studierenden ein möglichst breites Vorlesungsangebot zu gewährleisten, sowohl in Gestalt eigener Vorlesungen als auch durch die Konzeption einer Reihe "Ringvorlesung Mathematik", die überblickartige Einführungen in die verschiedensten Bereiche des Faches bietet. Zahlreiche Lehrstuhlvertretungen und Auslandsaufenthalte, etwa ein Lehrauftrag an der renommierten ETH Zürich, belegen die Qualität seiner Lehrveranstaltungen und ihren Erfolg auch außerhalb Ulms.

Prof. Dr. Michael Hoffmann kam 1991 nach Ulm, wo er seither in der Abteilung Mikrowellentechnik auf dem Gebiet der Funktechnik arbeitet. Zuvor war er bei der ANT-Nachrichtentechnik im Geschäftsbereich Raumfahrt sowie an der Hochschule der Telekom in Berlin tätig gewesen. Prof. Dr.-Ing. Hermann Schumacher gehört seit 1990 zur Abteilung Elektronische Bauelemente und Schaltungen der Universität Ulm. Sein Spezialgebiet ist die Hochfrequenzschaltungstechnik. Nach seiner Promotion arbeitete er vier Jahre bei Bell Communications Research in Red Bank, New Jersey (USA).

Anfang 1997 wurden Hoffmann und Schumacher von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften beauftragt, einen internationalen Studiengang "Communications Technology" aufzubauen. Schon im Sommer des folgenden Jahres konnte der Startschuß fallen. Vorlesungen, Übungen und Praktika - durchgehend in englischer Sprache - für 40 Studierende wurden aus eigener finanzieller Kraft der Universität eingerichtet. Um ein straffes Studium sicherzustellen, sah das Konzept zwei gebündelte Prüfungsperioden vor (vor und nach der Vorlesungszeit). Zugleich wurden durch entsprechende Lehr- und Informationsangebote Voraussetzungen für eine schnelle und effektive Integration der ausländischen Studierenden aus allen möglichen Kulturkreisen geschaffen. Das Land gewährte eine Anschubfinanzierung. Gleichzeitig war eine Zulassungs- und Püfungsordnung auszuarbeiten, die nach dem ersten Semester, gerade rechtzeitig zur ersten Prüfungsperiode, in Kraft treten konnte.

Zum Gründungssemester wurden 31 Studenten hauptsächlich aus Osteuropa, dem Vorderen Orient und Ost-Asien, zugelassen. 21 von ihnen überwanden die Anfangshürden und traten ihr Studium in Ulm an. Im zweiten Jahr gingen 120, im dritten Jahr 201 Bewerbungen ein. Auf Grund dieses Erfolges entschloß sich die Fakultät, die Zulassungszahl auf 60 Studierende zu erhöhen. Die Internationalität des Programms konnte durch den Besuch von sechs Gastprofessoren aus den USA, Kanada, Australien und Rußland unterstrichen werden. Die Landesentwicklungsgesellschaft hat einen Förderpreis für die Jahresbesten nach dem ersten Studienjahr ausgelobt. "Bei aller unverzichtbaren Unterstützung von Personen und Institutionen von innerhalb und außerhalb der Universität", so der Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr.-Ing. Erhard Kohn, "können wir heute sagen: ohne die Professoren Hoffmann und Schumacher hätte dieses bislang einzigartige Projekt schwerlich realisiert werden können."

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