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Mit der Vielfalt umgehen lernen

15.02.2000 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

"Managing Diversity" - Kongress in Südafrika mit Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli

Die Fusion von Mannesmann und Vodafone Airtouch läuft gerade an, viele andere Beispiele solcher großen Firmenhochzeiten sorgen jetzt und sicher auch in Zukunft für Schlagzeilen. Doch mehr als die Hälfte aller solcher Firmenzusammenschlüsse schlagen laut Statistik des Instituts für Mergers & Acquisitions der Universität Witten/Herdecke fehl.

Milliardenbeträge werden ausgegeben ohne eine sichere Prognose des Erfolgs und "Schuld" haben oft die "weichen Faktoren": Die Firmen- bzw. Länderkulturen passen nicht zusammen, heißt es in den Analysen. Über diese Unterschiede in den Kulturen ganzer Nationen oder einzelner Firmen möchte die internationale Konferenz

"Managing Diversity"
in Stellenbosch/Südafrika
vom 8. - 10. März 2000

mit Managern und Forschern nachdenken. Ziel der Veranstalter ist es, in Fallbeispielen aus der Praxis zu zeigen, wie man die Vielfalt von Meinungen, Werten und Verhaltensweisen in einer Firma zum Wohle der Firma nutzen kann. Die Tagung richten die Graduate School of Business der University of Stellenbosch und die Private Universität Witten/Herdecke mit Unterstützung des Stifterverbandes für die deutsche Wirtschaft aus.

Der Präsident der Universität Witten/Herdecke, Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli, wird in seiner Eigenschaft als Professor der Philosophie die Tagung inhaltlich eröffnen. Er betont, früher sei sowohl in der Wissenschaft als auch in der Unternehmenspraxis stets nach einem dauerhaften Konsens gesucht und inhaltliche Differenz nur als vorübergehendes Ärgernis auf dem Weg dorthin betrachtet worden ("Einheit macht stark"). In unserer heutigen, pluralistischen Zeit hingegen werde Dissens immer mehr zu einem eigenständigen Wert - Mitarbeiter in Unternehmen sind zunehmend weniger bereit, ihre eigenständige Persönlichkeit für einen Esprit de corps aufzugeben. Der Fokus wissenschaftlichen Interesses verschiebt sich deshalb auch auf die Ebene der Verfahren, mit den Differenzen produktiv umzugehen, statt nach Möglichkeiten zu suchen, Unterschiede einzuebnen.

Weitere Informationen in Deutschland bei Olaf Karitzki, 02302/926-434, oder karitzki@uni-wh.de sowie direkt auf der Netzseite der Tagung www.usb.sun.ac.za/eng/mdp/diversity.htm
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