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Mackensen-Gemälde ziert Modellbaubogen

28.02.2000 - (idw) Deutsches Schiffahrtsmuseum

Auch weniger Geübte können typischen Torfkahn aus dem Teufelsmoor im Maßstab 1 : 50 aus Karton nachbauen - Gemeinsame Herausgeber sind das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven und der Landkreis Osterholz

Info-Service Nr. 04/00 vom 28.02.2000

Mackensen-Gemälde ziert Modellbaubogen

Auch weniger Geübte können typischen Torfkahn aus dem Teufelsmoor im Maßstab 1 : 50 aus Karton nachbauen - Gemeinsame Herausgeber sind das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven und der Landkreis Osterholz

Ein Gemälde des Worpsweder Malers Fritz Mackensen, das unmißverständlich auf den Inhalt hindeutet, ziert einen neuen Modellbaubogen, den das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven und der Landkreis Osterholz gemeinsam herausgebracht haben. Aus Karton nachzubauen ist einer jener typischen Torfkähne, die in der Zeit zwischen Mitte des 18. und Mitte des 20. Jahrhunderts das in dieser Region einstmals wichtigste Heizmaterial, den im Teufelsmoor gestochenen und getrockneten Torf, über Hamme, Wümme und Lesum vor allem in die Hansestadt Bremen, aber auch an die Unterweser transportierten - bis nach Bremerhaven an eine Anlegestelle, die heute noch den Namen Torfplatz trägt.

Von diesen flachbodigen Booten mit dem stumpfen Heck, dem stumpfen Bug und den von vielen Bildern bekannten rotbraunen Segeln sind immer noch mehrere Originale vorhanden. Eines befindet sich im Deutschen Schiffahrtsmuseum, ein anderes im Osterholzer Torfschiffmuseum. Je nach den herrschenden Windverhältnissen und der Größe der Wasserfläche, die vor den Torfschiffern lag, ließen sich die Kähne nicht nur segeln, sondern auch staken, paddeln, wriggen und sogar von Land aus treideln.

Die Idee, einen neuen Modellbaubogen für einen Torfkahn zu entwickeln, kam im letzten Jahr bei einem Treffen von Museumspädagogen aus dem Elbe-Weser-Dreieck auf der Osterholzer Museumsanlage auf, als Schüler einer Orientierungsstufe im Rahmen dieses Projektes ein solches Boot nachbauten.

Historiker Dr. Siegfried Stölting, der von Beginn an für das Deutsche Schiffahrtsmuseum die mittlerweile europaweit bekannten Bremerhavener "Schiffe aus Papier" herausgibt, ging sofort an die Realisierung. Er hatte vor Jahren bereits den Modellbaubogen eines Torfkahnes auf den Markt gebracht, damals im Maßstab 1:100 und nur aus wenigen Kleinteilen bestehend. Für den neuen Bogen haben sich die beiden Museen auf den Maßstab 1:50 verständigt, damit auch weniger Geübte die Möglichkeit erhalten, aus den entsprechend größeren Einzelteilen einen Kahn aus Karton anzufertigen.

Als Vorlage diente ein sogenanntes Halbhuntschiff, wie es im Deutschen Schiffahrtsmuseum zu betrachten ist. Halbhunt bedeutet, daß der Kahn ein halbes Hundert Korb Torf aufnehmen kann, im Unterschied zu den größeren Booten, die für hundert Korb ausgelegt waren. Immerhin - der kleine Kahn ist im Vorschiff mit einem winzig kleinen Schlaf- und Kochplatz versehen, gerade groß genug für seine zweiköpfige Besatzung. Oft wurde ein solcher Torfkahn auch von nur einem Mann über Graben, Kanal und Fluss an sein Ziel manövriert.

Der sechsseitige Modellbaubogen "Torfkahn aus dem Teufelsmoor", der sowohl Bauanleitungen als auch historische Informationen enthält, ist zum Preis von fünf DM im Deutschen Schiffahrtsmuseum, im Torfschiffmuseum Osterholz-Scharmbeck und im Fachhandel erhältlich.
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