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Positive und folgenreiche Evaluation im Studiengang Maschinenbau

06.03.2000 - (idw) Universität Rostock

Fachbereich Maschinenbau und Schiffstechnik und Leitung der Universität Rostock schließen Zielvereinbarung

Auf Reformen im Studiengang Maschinenbau haben sich der Fachbereich Maschinenbau und Schiffstechnik und die Leitung der Universität Rostock verständigt. In einer jetzt unterschriebenen Zielvereinbarung haben der Sprecher des Fachbereichs, Prof. Karlheinz Prescher, und der Rektor der Universität, Prof. Günther Wildenhain, Maßnahmen beschlossen, die das Maschinenbaustudium in Rostock noch attraktiver machen sollen.
Die Zielvereinbarung zieht die Konsequenzen aus einem Evaluationserfahren, in dem der Fachbereich die Qualität von Studium und Lehre intensiv diskutiert und mit Hilfe einer internationalen Gutachterkommission gemeinsam mit mehreren schwedischen und deutschen Hochschulen die Stärken und Schwächen im Studiengang Maschinenbau ausführlich analy-siert hat. Im Ergebnis wurden sowohl die Lehre als auch die Forschung am Fachbereich positiv beurteilt und Empfehlungen zur weiteren Qualifizierung gegeben.
Die zwischen Fachbereich und Universitätsleitung getroffene Vereinbarung hält als einen zentralen Punkt die fest, das Studium weiter an den Anforderungen zu orientieren, die die Berufspraxis an die werdenden Ingenieure stellt. In Zukunft soll deshalb ein größeres Gewicht auf Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit liegen. Insbesondere will der Fachbereich die Ausrichtung der derzeit sieben Studienrichtungen - von Angewandter Mechanik über Schiffbau und Meerestechnik bis hin zu Entwicklung und Produktion - mit dem Ziel neu diskutieren, die interdisziplinäre, generalistische Ausbildung der Ingenieure weiter zu stärken.
Mittelfristig ist die Eröffnung eines gestuften Studienganges geplant, der mit dem Bachelor bereits nach sechs oder sieben Semestern den ersten und mit dem Master nach zehn Semestern einen zweiten Abschluss vorsieht. Die Stufung der Abschlüsse wird zum einen den Wechsel an ausländische Universitäten erleichtern; zum anderen wird ein früherer Einstieg in den Beruf ermöglicht, aus dem die Ingenieure zu einem späteren Zeitpunkt zur Fortsetzung des Studiums an die Universität zurückkehren können.
Zu den vereinbarten Maßnahmen gehört auch, die internationale Mobilität der Studierenden weiter zu fördern. So sollen verstärkt Berufspraktika im Ausland vermittelt und Stipendien für Studienaufenthalte an ausländischen Universitäten eingeworben werden. Die verabredete Ein-führung des europäischen Kreditpunkte-Systems ECTS wird außerdem gewährleisten, dass im Ausland erbrachte Studienleistungen reibungslos für das Studium in Rostock anerkannt wer-den.
Damit die Qualität von Studium und Lehre weiter ein Thema bleibt, wird der Fachbereich auch in Zukunft regelmäßig seine Studierenden und Absolventen zu ihrer Einschätzung des Studienangebotes und der Studienwirklichkeit befragen. Unterstützung wird er dabei - wie schon im bisherigen Verfahren - durch das Projekt "Evaluation von Studium und Lehre" der Universität Rostock erhalten.

Philipp Busch
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