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Tele21 bringt internationale Delegation nach Neumarkt

13.03.2000 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

"Damit wir hier bleiben können und wollen, brauchen wir zweierlei: Arbeit und Lebensqualität. Deshalb haben wir diesen Erneuerungsprozess gestartet, den Sie auch lokale Agenda21 nen-nen können", erklärt der Berchinger Bürgermeister Rudolf Eineder den zwölf Gästen aus Rom, Wales und Paris im Teepavillon in Plankstetten. Wie man diese Bedingungen schaffen kann, stand vor kurzem im Zentrum von Vorträgen und Diskussionen mit Bür-germeister Eineder, dem Parsberger Bürgermeister Wolfgang Pöl-ler, Regionalmanager Uwe Krappitz, dem Leiter der Schule für Land- und Dorfentwicklung Dr. Hans Rosenbeck, dem "Regina"-Mitarbeiter für regionale Vermarktung Herbert Hofberger und Albert Fersch, dem Leiter des Arbeitskreises Dorf und Landschaft in Böhmfeld. Die internationalen Besucher wurden geführt von Dr. Andreas Rösch und Ralf Stappen vom Regionalentwicklungs-projekt Tele21 der Katholischen Universität Eichstätt (KUE). Te-le21 bietet EU-geförderte Internet-Beratung und Telekoopera-tions- sowie Umweltschutz-Kurse für die kleinen und mittelständi-schen Unternehmen des Landkreises an und trägt damit ebenfalls zur Arbeitsplatzsicherung und zur verbesserten Organisation des Arbeitslebens bei.

Grund für den Besuch war die Partnerschaft des Projekts Tele21 mit dem gewerkschaftlichen Forschungsinstitut "IRES" in Rom und dem Craft Forum Wales. Diese drei Projekte nutzten ihren internationalen Workshop, um Mitarbeitern des römischen Agen-da21-Prozesses die deutsche Projektregion zu zeigen. Die Vertreter des IRES, einer Umweltconsulting-Firma, des Bauernverbands, des Umweltschutzverbands "Roma Natura" sowie der Stadtverwaltung interessierten sich besonders für die landwirtschaftliche Struktur und die landwirtschaftlichen Modelle der Regionalentwicklung. Regionale Marken im Sinn einer riesigen Anzahl regionaler Spezia-litäten allerdings seien in Italien ohnehin schon immer vorhanden. "Kein Mensch würde bei uns einen Barbera trinken, der aus Sizili-en kommt oder Parmaschinken essen, der Parma nie gesehen hat," betonten die römischen Gäste. Besonders interessant fanden sie den Ansatz, Landwirte für Landespflege-Einsätze zu bezahlen und den Einsatz von unraffiniertem Rapsöl in eigens umgerüsteten Fahrzeugen.

Begeistert waren die Besucher über die große Zahl der Menschen, die sich an den jeweiligen lokalen Agenda21-Prozessen beteiligen. Dass zum Beispiel im kleinen Böhmfeld einige Dutzend Bürger aktiv werden, konnten sie kaum glauben; das seien ja genauso viele wie in der gesamten Millionenstadt Rom! Ob Neumarkt und Um-land in Deutschland deshalb "besonders berühmt" sei für sein Engagement im Umweltschutz, wollten sie wissen. Die Auskunft, dass man sicher sehr aktiv sei, sonst wären hier auch keine millio-nenschwere Projekte wie Tele21 angesiedelt, aber dass es durchaus auch andernorts ähnliches Engagement gebe, stieß bei den interna-tionalen Gästen auf Bewunderung.

Auf ähnliches Engagement traf die Gruppe auch in Parsberg, des-sen lokalen Agenda21-Prozess der Tele21 Umweltschutz-Kursleiter Ralf Stappen als Berater begleitet. Demnächst ist dort eine Schu-lung für den Arbeitskreis Wirtschaft und die ortsansässigen Unter-nehmen zum Thema "Umweltmanagement" geplant. Hier lernten die Besucher durch Bürgermeister Wolfgang Pöller und den Pro-zessmanager Dr. Wolfgang Fruhmann einen anderen Aufbau der lokalen Agenda kennen. Parsberg arbeitet nach einer Stagnation des Prozesses gerade daran, von den traditionellen Themen aus der Basis auf Querschnittsthemen wie Verkehr, Versorgung und auch Bildung umzuschwenken.

Am zweiten Tag stand nach einer Besichtigung des Klosters Plank-stetten der Besuch im Riedenburger Brauhaus mit traditionellem Lunch im Braustüberl auf dem Programm. Laptop und Lederhose - Tradition und Fortschritt: Michael Krieger, der Chef des Brau-hauses, wird sich von Dr. Andreas Rösch von Tele21 beim Ein-stieg ins Internet beraten lassen. Der Abend gehörte im Computer-Schulungsraum von bfz und Eichstätter Handwerkskammer eben-falls dem zweiten thematischen Standbein des Projekts Tele21, der optimierten Internetnutzung durch Telekooperation und Teleler-nen. Beim Besuch des Telekooperations-Kurses von Diplompäd-agoge und Tele21-Trainer Bernd Wiest mit den Mitarbeitern der Firma Jägle Busreisen wurde deutlich, wie das Internet die Zu-sammenarbeit der einzelnen Filialen der Firma erleichtern kann. Danach machten sich die Teilnehmer Gedanken über die einzelnen Internet-Projekte und mögliche neue Ansatzpunkte der Internet-Nutzung und des Telelernens in der Regionalentwicklung. Ganz besonders wies Dr. Ulrich Agricola, der Multimedia-Verantwortliche des Projekts Tele21, dabei auf das neuste Projekt von Tele21, die "virtuelle Akademie für den Landkreis Neumarkt", hin. Diese Internet-Lernplattform steht seit 9. März 2000 allen Unternehmen und Bildungsträgern des Landkreises zur Verfügung, damit diese kostenlos die Möglichkeiten des Telelernens und der Online-Kurse testen können.

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