Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 12. Dezember 2018 

Erfurter Landschaftsarchitekten in China

20.03.2000 - (idw) Fachhochschule Erfurt

3 Absolventen der Landschaftsarchitektur der FH Erfurt waren für 6 Monate in China tätig. Kooperationen von Erfurt zum Land der Mitte.


Die 3 "Erfurter Langnasen" im Kreise chinesischer Kollegen.
v.l.: Prof. Laufke, Nicole May, Holger Ehrlich, Markus Illgas im PC-Pool des FB Landschaftsarchitektur. FH-Absolventen in China? Kein Problem für Landschaftsarchitekten der Fachhochschule Erfurt aus der Leipziger Straße 77. Die 99er Absolventen Nicole May (Stuttgart), Holger Ehrlich (Erbach im Odenwald) und Markus Illgas (Essen) waren vom 1. September 1999 bis 29. Februar 2000 in Xi'an/ Nordwestchina als Landschaftsarchitekten bei der Firma Red Leaf Corp. tätig. In die uralte Kaiserstadt des mittleren Reiches, vielen durch die dort gefundene Terrakotta-Armee bekannt, kamen sie dank der Vermittlung von Prof. Dr. Franz Josef Laufke, der seit gut einem Jahr mit Generaldirektor Fan und Professor Lu von der dortigen Firma kooperiert.
In China schufen die drei Landschaftsarchitekten mittels CAD und Photoshop verschiedene Planungsentwürfe, darunter traditionelle chinesische Gärten, moderne Wohngebiete oder städtische Großplätze. "Nebenbei" vertieften sie sich in Struktur und Organisation eines Gartencenters.
Finanziert von der chinesischen Firma konnten die drei Erfurter das chinesische Leben life erleben: Von der Unterbringung über die Arbeitsatmosphäre bis hin zur Lebensphilosophie. Waren ihrer Entwürfe anfangs noch europäisch geprägt und "typisch deutsch" mit geraden Wegen, so waren die chinesischen Auftraggeber zum Schluss doch zufrieden mit den angepassten Entwürfen etwa zum historischen Garten mit gewundenen Wegführungen, "wie das Leben". Der chinesische Garten ist, wie Nicole May berichtete, von kleinen Räumen geprägt: Überdachte Korridore und durchbrochene Mauern schaffen "Bilderrahmen"- Atmosphäre. Die Chinesische Mentalität und vor allem die Philosophie galt es zu beachten: Der Stein als das Männliche (Jing) und das Wasser als das Weibliche (Jang) waren stets einzubringen in die Planung, Pflanzen spielten eine untergeordnete Rolle.
Sprachlich, so Holger Ehrlich, kam man mit ein paar Brocken Englisch und Händen und Füßen hin. Doch die drei wurden recht eng in das chinesische Alltagsleben einbezogen und beherrschen mittlerweile einige Brocken Chinesisch. Langnasen ist übrigens eine Bezeichnung für Europäer ....
Gelernt haben sie in China viel, vor allem über die andere Kultur und Denkweise. Ihre Erfahrungen wollen die drei am 12. April ihren Kommilitonen am Fachbereich Landschaftsarchitektur in einem Vortrag vorstellen und vermitteln.
Apropos Vermitteln: Alle drei Absolventen sind nach ihrer Rückkehr aus China auf Jobsuche. Und Professor Lu aus Xi'an sucht, so die drei, Möglichkeiten für einen weiteren Studentenaustausch zwischen dem Land der Mitte und der Mitte Deutschlands.


Hinweis:
Am 12.4. besteht nachmittags die Möglichkeit einer direkten Kontaktaufnahme mit den drei Absolventen in Erfurt. Kontaktwünsche vorab vermittelt die Pressestelle der FHE.
uniprotokolle > Nachrichten > Erfurter Landschaftsarchitekten in China

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/57293/">Erfurter Landschaftsarchitekten in China </a>