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Humboldt-Universität im SOKRATES-Programm in der Spitzengruppe

27.03.2000 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Die Humboldt-Universität zu Berlin erhält von der EU 283.000 DM zusätzlich an Stipendien für die besonders gute Durchführung des SOKRATES-Programms. Die hohe Qualität der Programmdurchführung liegt einerseits an der intensiven Arbeit der SOKRATES-Zuständigen in den Fakultäten und im Präsidialamt und andererseits an den zusätzlichen Stipendien für die teilnehmenden Studierenden. Beide Bereiche werden aus dem Hochschulsonderprogramm III finanziert, dass mit Dezember 2000 ausläuft. Bislang gibt es keine Weiterfinanzierung seitens der Bundesregierung, ohne die aber eine solide Durchführung des SOKRATES-Programms nicht möglich ist.

Das SOKRATES-Programm der Europäischen Union stellt im Rahmen der Austauschprogramme der Humboldt-Universität zu Berlin die größte Zahl der ausländischen Austauschstudierenden (über 500) und HU-Studierenden, die ins Ausland gehen (mehr als 560). Die HU liegt damit deutschlandweit vorn in der Spitzengruppe, insbesondere auch im Hinblick auf die so genannte "take-up rate". Hinter diesem Begriff verbirgt sich das Verhältnis zwischen den bei der Europäischen Union beantragten Austauschplätzen und den tatsächlich geschickten Studierenden. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 47%, d.h. weniger als jeder zweite Austauschplatz kann auch besetzt werden. Die HU erreicht derzeit 70% mit steigender Tendenz.

Lange Zeit schon hatte die EU angekündigt, diese "take-up rate" als ein wichtiges Kriterium bei der Mittelzuteilung einzusetzen. Im Studienjahr 1999/2000 wurde nun erstmals auf die "past performance", d.h. die Qualität der Umsetzung der beantragten Aktivitäten im Studierendenaustausch, bei der Zuteilung der Stipendienmittel zurückgegriffen. Im Ergebnis erhielt die Humboldt-Universität 283.000 DM zusätzliche Stipendienmittel für das laufende Studienjahr als Belohnung ihrer "past performance", wie es der Deutsche Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der die Programmmittel verwaltet, formuliert. Damit liegt das gesamte Stipendienaufkommen im SOKRATES-Programm bei annähernd 1 Mio DM.

Für den Erfolg der HU zeichnen im Wesentlichen die mit der Programmverwaltung und Studierendenbetreuung betrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Akademischen Auslandsamt sowie insbesondere alle SOKRATES-Verantwortlichen und sonst in diesem Programm aktiven Kolleginnen und Kollegen in den Fakultäten verantwortlich. Gerade die breit angelegte Infrastruktur und - auch bei derart hohen Zahlen - möglichst individuelle Betreuung der Studierenden in diesem Programm gewährleistet die Qualität. Dazu kommt noch die nicht unerhebliche Aufstockung des EU-Stipendiums durch Mittel aus dem Hochschulsonderprogramm (HSP) III.

Mit Einstellung des HSP III zum Ende des Jahres 2000 sind allerdings sowohl die Infrastruktur als auch die Stipendien massiv bedroht. Und eine annähernd qualitativ hochwertige Programmdurchführung ohne substantielle finanzielle Unterstützung außerhalb des SOKRATES-Programms erscheint äußerst schwierig bis unmöglich.

Daher verbinden sich der Erfolg in diesem Jahr und die finanziellen Sorgen für die Zukunft zu einem Appell an die Universität selbst, aber vor allem an den Berliner Senat und die Bundesregierung, durch gezielte Unterstützung den Erfolg des Programms auch in der Zukunft zu sichern.

Informationen: Uwe Brandenburg, Leiter Referat Akademisches Auslandsamt, Tel: 030-2093-2738; Fax: 030-2093-2780, e-mail: uwe=brandenburg@uv.hu-berlin.de
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