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Krone Ausstellung nun in Regensburg

29.03.2000 - (idw) Technische Universität Dresden

Ausstellung Hermann Krone 1827 - 1916. Ein Pionier der Photographie
Veranstalter: Museum Ostdeutsche Galerie Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Krone-Archiv des Instituts für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden
Eröffnung: 9. April 2000, 11 Uhr; Laufzeit: 9. April bis 21. Mai 2000

Die Ausstellung in Regensburg zeigt eine repräsentative Auswahl von Arbeiten aus dem Gesamtwerk Hermann Krones. In ihrem Mittelpunkt stehen die Lehrtafeln des "Historischen Lehrmuseum für Photographie" als Leihgaben des Krone-Archivs der Technischen Universität Dresden.
Nach der umfassenden Ausstellung 1998 in Dresden und der darauffolgenden Präsentation in Krones Geburtsort Breslau (Wroclaw) ist dies nun die dritte umfangreiche Werkschau des Photographen.

Nach Jahrzehnten des Vergessens gilt Hermann Krone heute als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Photographie des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Als studierter Naturwissenschaftler und Künstler näherte er sich der Photographie unter den Vorzeichen eines universellen Interesses. Seine ersten Versuche datieren aus dem Jahre 1843, als sich das neue Abbildungsverfahren noch in seiner experimentellen Phase befand.
Durch seine lange Berufspraxis - Krone war über sechs Jahrzehnte hinweg aktiv - spiegelt seine Biographie den Aufstieg der Photographie zum modernen Massenmedium und zum Forschungsinstrument der Wissenschaft wieder.

Krone war als Porträt- und Landschaftsphotograph, Verleger, Schriftsteller und wissenschaftlicher Publizist tätig und betrieb Forschungen auf den Gebieten der Photochemie, Astronomie, Geologie, der Botanik und Zoologie. Neben Porträts bekannter Zeitgenossen und topographischen Aufnahmen aus dem alten Dresden entstanden seit 1853 vor allem Landschaftsphotographien. Besonderen Erfolg hatte Krone mit seinen "Malerischen Reisebildern" aus dem damals touristisch noch wenig erschlossenen Elbsandsteingebirge, der Sächsischen und Böhmischen Schweiz. Photographische Exkursionen durch das Riesengebirge und den Harz schlossen sich an. 1872 erarbeitete Krone eine Serie mit Abbildungen sämtlicher städtischer Siedlungen im Königreich Sachsen, das "Koenigs-Album".

Krones wichtigster Beitrag zur Geschichte des Mediums ist das "Historische Lehrmuseum für Photographie". Es entstand im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit am damaligen Dresdner Polytechnikum, an dem er seit 1870 unterrichtete. Im Laufe der Jahre entstand ein einzigartiger Entwurf einer Geschichte der Photographie, gestaltet von einem ihrer Protagonisten selbst. Abzüglich geringer Verluste blieb er erhalten und wird heute im Krone-Archiv der TU Dresden aufbewahrt.

Obwohl in der Geschichte verankert, berührt die Ausstellung ein sehr heutiges Problem, das mit der Erfindung der Photographie aufkam: Die ständig weitergehende Mediatisierung der Wirklichkeit, die Verdrängung der Realität durch ihre scheinbare Verdoppelung im Bild.

Eine Presse-CD mit 18 Abbildungen ist beim Museum Ostdeutsche Galerie erhältlich.

Kontakt: Marianne Todt, Tel. (09 41) 29 71 40; Fax (09 41) 2 97 14 33, E-Mail:mogregensburg@t-online.de
Postadresse: MOG Regensburg, Dr. - Johann-Maier-Str. 5, 93049 Regensburg, Öffnungszeiten: Montag geschlossen, Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr
Kontakt: Dr. Andreas Krase, Tel. (03 51) 4 63-38 50, Fax (03 51) 4 63-70 65, E-Mail: krase@iapp.de oder hkrone@iapp.de
Krone-Archiv des Instituts für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden, Postadresse: 01062 Dresden

Dresden, 29. März 2000
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