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Space to smile - Erster Artist in Residence der Universität Erfurt präsentiert Ergebnisse

29.03.2000 - (idw) Universität Erfurt

"RAUM ZU LÄCHELN kann mehrere Bedeutungen haben. Es kann als Aufforderung gelten, bewußter auf gestische Sprachen zu hören (und zu sehen). Es kann als ein artifizielles Versuchsfeld für nonverbale Alltags-Poesie verstanden werden", so Michael Geyersbach, Künstler aus Weimar/Berlin und erster Artist in Residence der Universität Erfurt, anläßlich der Präsentation der Ergebnisse des Projekts in der thüringischen Landeshauptstadt.
Künstlerisch-praktische Übungen bereichern das Spektrum der Lehrangebote für die Studenten der Erfurter Universität. "Die Einrichtung des spezifisch ausgerichteten Studium Fundamentale ist wie auch das Konzept "Artist in Residence" in seiner besonderen Prägung ein Experiment. Die Ergebnisse des ersten Semesters, des Eröffnungssemesters der neugegründeten Universität, haben bisher die Erwartungen übertroffen", erklärte Vizepräsident und Gründungsdekan Prof. Dr. Dieter Langewiesche. Die Studierenden hätten mit viel Engagement und großem Erfolg die ersten künstlerischen Übungen absolviert und Erstaunliches in kurzer Zeit als "Laien" auf diesem Gebiet erbracht. Er dankte ihnen, Michael Geyersbach und den übrigen Künstlern, die mit ihrer Arbeit "das neue Konzept der Reformuniversität mit Leben erfüllen".
Der Artist in Residence arbeitet mit den Studenten für eine begrenzte Zeit an der Universität. Alle Kunstsparten sollen im Laufe der Zeit repräsentiert werden: von der Bildenden Kunst über die Musik bis zur Performance soll das Spektrum reichen. Das besondere an dem Erfurter Projekt eines Artist in Residence ist die Verschränkung seiner praktischen Arbeit mit der praktischen
Tätigkeit der Studierenden. "Für die Studierenden, neu an einer neuen Universität und keine Kunststudenten, waren auch die künstlerische Produktionsprozesse neu", so Geyersbach. Die Ergebnisse seines unter Mitwirkung von Jana Gäßner, Ines Lück, Anita Müller und Julia Riemenschneider entstandenen Pojektes werden ab morgen in einer Ausstellung der Erfurter Galerie im Haus Dacheröden und in einem Katalog einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt. "Die Ausstellung umfaßt zwei Räume - und damit die Möglichkeit, zwei Strategien gegenüber zu stellen: die der Absicht und die der Neugierde", erläutert der Künstler. Der Absichts-Raum ist eine Installation mit Staffeleien und Bildrahmen, den traditionellen Requisiten der Kunstpraxis. In den Bilderrahmen: vorübergehend und zufällig eingefangene öffentliche Lächeln. Der Neugierde-Raum führt in den Botanischen Garten. Jana und Julia, zwei der am Projekt beteiligten Studentinnen, haben bei Therese, einem blinden Mädchen aus Jena, ein Lächeln eingefangen. Das Projekt RAUM ZU LÄCHELN entstand.
Die Ausstellung wird morgen Abend um 20.00 Uhr eröffnet und ist bis zum 30. April 2000, Dienstags bis Sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr im Haus Dacheröden, Anger 37/38 geöffnet. Zum Besuch wird herzlich eingeladen.

Katalog auf Anfrage über die Pressestelle der Universität
Kontakt zum Künstler: 03643/501058
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