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Mit Puderzucker zum Erfolg

30.03.2000 - (idw) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Feinkörnigen Zuckern haben es neue Dämmstoffe zu verdanken, dass sie feuerfester sind und ökologischer produziert werden können. Finanziell unterstützt durch das Bundes-ministerium für Ernährung, Land-wirtschaft und Forsten bewies die Zelu Chemie GmbH das Potenzial von zerkleinertem Weißzucker für die Herstellung von Polyurethan-Dämmstoffen.

Feinkörnigen Zuckern haben es neue Dämmstoffe zu verdanken, dass sie feuerfester sind und ökologischer produziert werden können. Finanziell unterstützt durch das Bundes-ministerium für Ernährung, Land-wirtschaft und Forsten bewies die Zelu Chemie GmbH das Potenzial von zerkleinertem Weißzucker für die Herstellung von Polyurethan-Dämmstoffen.
Polyurethan (PUR) aus den Bestandteilen Polyol und Isocyanat ist weltweit einer der wichtigsten Kunststoffe. Zucker spielte für die Herstellung des Polyols schon immer eine Rolle. Bislang zu diesem Zweck auf chemischem Weg verflüssigt, kann Weißzucker durch ein neues Verfahren der Zelu Chemie nun in festem Zustand beigemischt werden.
Einzige Voraussetzung: er muss vorher stark zerkleinert werden. Die Chemiker wandten mehrere Mahlverfahren an und testeten, wie sich das PUR mit den verschiedenen Zuckerstäuben aufschäumen ließ. Der Staub, zu dem eine Perlmühle bei Nassvermahlung herkömmlichen Puderzucker zerkleinert, zeigte die besten Ergebnisse. Er kann rein theoretisch bis zu 45 Prozent des Polyols ausmachen.
Das PUR konnte nicht nur durch den billigeren Zucker kostengünstiger hergestellt werden, Tests ergaben zudem: nur die Hälfte an Flammschutzmittel reicht aus, um ein genauso feuerfestes PUR wie bisher herzustellen. Ein weiterer Vorteil ergab sich zwangsläufig: mit den Flammschutzmitteln verringerte sich auch die Menge der giftigen und reizenden Stoffe im PUR deutlich.
Um die industrielle Eignung der neuen Dämmstoffe zu prüfen, erklärten sich mehrere Unternehmen bereit, das neue PUR in der Maschinenschäumung zu testen. Wenngleich sich der Zuckergehalt der Polyol-Komponente dabei nicht über 15 Prozent steigern ließ, lohnte sich das Engagement. Sowohl Wärmedämmplatten, als auch Boilerisolierungen konnten erfolgreich bis zur Produktionsreife geführt werden.

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Herausgeber: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Hofplatz 1, 18276 Gülzow
Verantwortlich: Dr.-Ing. Andreas Schütte
Tel.: (03843) 6930-0, Fax.: (03843) 6930-102, e-Mail: info@fnr.de, Internet: http://www.fnr.de
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