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Neu an der FH Ravensburg-Weingarten ab Wintersemester 2000/2001: Optische Systemtechnik

13.04.2000 - (idw) Fachhochschule Ravensburg-Weingarten

Für Top-Studierende gibt es Stipendien von der Industrie

Neu an der Fachhochschule Ravensburg-Weingarten ist die Optische Systemtechnik. Der Studienschwerpunkt wird erstmals zum Wintersemester 2000/2001 angeboten. Damit einher geht ein finanzielles Engagement von führenden optischen Unternehmen: Für fünf Top-Studierende gibt es Stipendien von Leica Swissoptik, Leica Wetzlar, Rodenstock und Zeiss.

Eingerichtet wird der Optik-Schwerpunkt innerhalb des Studiengangs Physikalische Technik. Bestätigt sieht sich die Hochschule mit ihrem neuen Angebot durch Experten auf der ganzen Welt. So prophezeit Japans Industrie- und Handelsministerium: "Optik wird die Wissenschaft des 21. Jahrhunderts sein und die Elektronik als führende Wissenschaft ablösen." Allerdings hat die Industrie gewaltige Probleme, Optik-Ingenieure zu finden. In der optischen Industrie, erläutert Dekan Professor Dr. Wolfgang Speckle, herrsche derzeit ein großer Mangel an hoch qualifizierten Fachleuten.

Die Kooperation zwischen Hochschule und Industrie erstreckt sich auf Lehre und Technologietransfer. So bewertet ein industrieller Beirat, der sich aus den vier Optikfirmen rekrutiert, die Aktualität der Lehrveranstaltungen und vermittelt bei Be-darf Experten für Vorlesungen und Seminare. "Darüber hinaus", so Professor Speckle, "werden die Unternehmen und die Fachhochschule zusammen Projekte im Bereich Optik durchführen, bei denen die Weingartener Studierenden erste Praxiserfahrungen sammeln können."

Der Name des neuen Schwerpunkts "Optische Systemtechnik" weist auf die Anforderungen hin, die moderne Herstellungs- und Messverfahren erfüllen müssen. "So können die einzelnen Baugruppen heute nicht mehr isoliert betrachtet werden", erklärt Professor Dr. Wolfram Mürer, Koordinator des neuen Schwerpunktes, stattdessen handele es sich um hochkomplexe Systeme, die sich aus der Vernetzung von Optik, Elektronik, Informatik und Mechanik ergeben würden.

Wie in den klassischen Ingenieurdisziplinen orientiert sich das Weingartener Studium an Grundlagen wie Elektronik, Regelung, Messtechnik und Messdatenverarbeitung. Ein besonderes Gewicht wird - natürlich - auf optische Fächer gelegt. Die praktischen Übungen vermitteln ein Verständnis für den Umgang mit optischen Geräten. Ein bedeutende Rolle spielt etwa Optikdesign. Mit Hilfe von Computerprogrammen lernen die Studierenden, wie sie optische Systeme auslegen, simulieren und optimieren.

Die Berufschancen bewertet Professor Mürer als "hervorragend": "Physikingenieuren und Physikingenieurinnen, die Optikkenntnissen besitzen, bieten sich sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Entwicklung, Anwendung und Vertrieb." Nicht nur das. Ständig entfalten sich im weiten Bereich der Optik neue Berufsfelder: Laser-technik, Medientechnik und Umwelttechnik sind nur drei von vielen Beispielen.

Infos zum neuen Schwerpunkt "Optische Systemtechnik" des Studiengangs Physikalische Technik an der Fachhochschule Ravensburg-Weingarten unter Fon: 0751 / 501 9344, E-mail: speckle@fbp.fh-weingarten.de
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