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Die Arbeitswelt der Akademiker wandelt sich - neue HIS-Absolventenuntersuchung

14.04.2000 - (idw) HIS Hochschul-Informations-System GmbH

Zur HIS Hochschulplanung 143

Die Berufschancen für Hochschulabsolventen sind zum Jahrtausendende vor allem für technisch-naturwissenschaftliche Fachrichtungen hervorragend. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom bmb+f geförderte Untersuchung der Berufseinmündungen der Prüfungsjahrgangs 1997. An der Spitze stehen die Informatiker. Deren Beschäftigungschancen waren im vergangenen Jahrzehnt - anders als die der Ingenieure - nur von geringen Schwankungen erfasst. Auch für Chemiker, Physiker und Biologen sind die über ein Jahrzehnt hinweg dürftig gewesenen Beschäftigungsperspektiven so gut wie lange nicht. Der günstige Arbeitsmarkt für Ingenieure und Naturwissenschaftler hat zu einem teilweisen Rückgang der Promotionsabsichten geführt, was den aufgrund sinkender Absolventenzahlen spürbaren Mangel an Nachwuchswissenschaftlern an Hochschulen noch verstärkt.
Auch Magisterabsolventen können ihre Berufschancen nach schwierigen Beschäftigungsbedingungen in der ersten Hälfte der 90er Jahre verbessern.
Trotz guter Beschäftigungsperspektiven ist der Anteil unbefristeter Vollzeitstellen bei jungen Ingenieuren weiter gesunken oder stagniert auf dem Niveau der Krisenjahrgänge der frühen 90er Jahre. Physiker erfuhren, bedingt durch die erhöhte Anziehungskraft der Wirtschaft und den Rückgang von Promotionen, eine Steigerung unbefristeter Normalarbeitsverhältnisse.
Die Bereitschaft zur beruflichen Umorientierung - in der ersten Hälfte der 90er Jahre ein pro-bates Mittel, den Berufseinstieg trotz eines schwierigen Arbeitsmarktes zu schaffen - ist trotz verbesserter Beschäftigungsbedingungen deutlich angestiegen. Hierin sind Anzeichen einer Lockerung tradierter Berufsübergänge zu erkennen.
Als Erfolgskriterien für den Berufseinstieg erweisen sich im Vergleich zu früheren Jahren vier Aspekte von deutlich erhöhtem Gewicht: EDV-Kenntnisse, Fremdsprachen, fach-ü-bergreifende Qualifikationen und die Bereitschaft, im Ausland zu arbeiten.
Damit sind zugleich einschlägige Anforderungen moderner Betriebe an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekennzeichnet. Diese Entwicklung erfasst - mit Ausnahme der Staatsexamina - die Absolventinnen und Absolventen nahezu aller Studiengänge.
Erfreulich ist die rückläufige Einschätzung von Frauen, ihnen werde der Weg in den Beruf im Vergleich zu männlichen Absolventen schwerer gemacht (36% gegenüber 51% acht Jahre zuvor).
Weitere Informationen: minks@his.de, Tel. (0511) 1220-203.

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