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Kooperation mit Uni Paderborn: NRW-Bauminister Vesper weiht Mensch-Haus-Umwelt-Gebäude ein

17.04.2000 - (idw) Universität Paderborn

Kooperation mit Universität Paderborn: Einweihung des Mensch-Haus-Umwelt-Gebäudes im Technologiepark Paderborn durch NRW-Bauminister Dr. Michael Vesper
Vorbildfunktion für Errichtung ökologisch vorbildlicher Schulgebäude
Bundesweit 16 Bauvorhaben mit zusammen über 1000 Wohneinheiten

Für Journalisten: Zur Einweihung des neuen Gebäudes, das sich im Technologiepark Paderborn direkt rechts neben der Parkpalette befindet, sind Sie sehr herzlich eingeladen. Programm siehe Ende der Pressemitteilung. Bei Fragen können Sie sich gern wenden an: Dr.-Ing. Dirk Prior, Tel.: 05251-60-2301, Fax: -60-3235, prior@mhu.de

Am 27. April 2000 weiht Dr. Michael Vesper, NRW-Minister für Bauen und Wohnen, das in nur 80 Arbeitstagen erstellte Mensch-Haus-Umwelt-Gebäude im Technologiepark Paderborn ein. Bereits jetzt sind die ersten Nutzer in das aus gebrauchten Stahlraumzellen erstellte Gebäude eingezogen.

Entwickelt wurde der innovative Bau am Institut für Gesamtökologischen Wohnungsbau unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Voß von der Universität Paderborn. Basis für die Bewertung eines Gebäudes hinsichtlich seiner "ökologischen Eigenschaften" war bislang oft nur sein Heizwärmebedarf, was bei vielen Baumaßnahmen zu erheblichen Fehleinschätzungen des Energiebedarfsstandards führt.

Erst durch eine konsequente gesamtökologische Betrachtung des vollständigen Lebenszyklusses eines Bauvorhabens, beginnend mit den energetischen Aufwendungen für die Herstellung und den Transport der Baumaterialien über die Nutzungsphase mit all seinen Facetten bis hin zum Abriss, kann eine Aussage über den wirklichen Energiebedarf eines Gebäudes ermöglicht werden.

Durch die Nutzung gebrauchter Stahlraumzellen wird bei dem im Technologiepark entstandenen Gebäude (Internet: www-eev.uni-paderborn.de/eev/mhu/start.htm) der Wiederverwendungs- bzw. Recyclinggedanke in den Vordergrund gestellt. Dieses führt zu sehr attraktiven ökologischen wie auch ökonomischen Daten.

Die Kombination von energetisch abgeschriebenen Materialien mit bei der Herstellung besonders energiearmen Baustoffen (hier z.B. Innenwände aus stranggepreßtem Stroh), führen zu dem selbst gegenüber einer Holzständerbaukonstruktion relativ niedrigen Herstellungsenergiebedarf bei gleichzeitig sehr geringem Energiebedarf in der Nutzungsphase. Die dabei zusätzlich noch sehr geringen Kosten zeigen, dass bei der konsequenten Anwendung des gesamtökologischen Ansatzes Ökologie und Ökonomie vereinbar sind.

Der hier beschriebene Ansatz soll in naher Zukunft auch auf die Errichtung von ökologisch vorbildlichen Schulgebäuden angewendet werden.

Insgesamt betreut das Institut für Gesamtökologischen Wohnungsbau mit seiner Projektgruppe "Mensch-Haus-Umwelt" bundesweit 16 Bauvorhaben mit zusammen über 1000 Wohneinheiten, wobei neue Ideen mit erfolgreichen, konventionellen Bestandteilen gekoppelt werden, um Gebäude zu entwickeln, die den zukünftigen Besitzern gefallen, die preisgünstig sind und dabei noch deutlich Energie einsparen.


Ablauf:
ca. 10.00 Uhr Begrüßung durch Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen Voß
ca. 10.10 Uhr Grußwort von Herrn Prof. Dr. Weber
(Rektor der Universität Paderborn)
ca. 10.15 Uhr Eröffnungsansprache durch Herrn Minister Dr. Vesper
ca. 10.25 Uhr Begehung des neuen Gebäudes zusammen mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe Mensch-Haus-Umwelt
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