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Innerbetrieblicher Transport von Reststoffen

17.04.2000 - (idw) Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft

Im Rahmen der Beseitigung der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) fand auf dem Gelände des Forschungszentrums Karlsruhe ein innerbetrieblicher Transport von radioaktiven Reststoffen mit überhöhtem Spaltstoffgehalt statt. Transporte von Reststoffen erfolgen abgeschirmt in dafür vorgesehenen Transportbehältern und sind Teil der Entsorgung abzuarbeitender Altlasten. Eine Gefährdung von Personen und der Umgebung war damit nicht verbunden.

Alle Reststoffe, die beim Rückbau der WAK anfallen, werden zur Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe (HDB) des Forschungszentrums Karlsruhe transportiert. Dort werden sie deklariert, konditioniert und zwischengelagert. Die Messungen zur Deklaration werden in speziellen Fassmessanlagen, die in der HDB installiert sind, durchgeführt. Für den Transport zur HDB erfolgt zuvor jeweils eine Abschätzung der Inventare durch die WAK.
Am 25.02.2000 zeigte eine der Fassmessanlagen, dass das Plutoniuminventar (Pu) eines Fasses wahrscheinlich zu niedrig abgeschätzt worden war. Um sicher zu gehen, dass die zulässigen Spaltstoffmengen in den HDB-Verarbeitungsbetrieben nicht überschritten werden, wurde dieses Fass wieder zur WAK zurücktransportiert und sein Inhalt detailliert analysiert.
Am 11.04.2000 lagen die Ergebnisse der Überprüfung vollständig vor. Sie ergaben eine größere Menge an Reststoffen und damit auch ein höheres Pu-Inventar als in der Transportanmeldung angegeben. Das Inventar des betroffenen Fasses wird daher in kleinere Transportmengen aufgeteilt und erneut (nach Abschätzung des Spaltstoffinventars jeder einzelnen Transportmenge) zur HDB zur Deklarationsmessung und Konditionierung transportiert werden. Auswirkungen durch das Ereignis auf die Umgebung, das Personal oder die Anlagen waren zu keinem Zeitpunkt möglich.
Das Ereignis wurde der Behörde mitgeteilt und nach der für die WAK gültigen Melderegelung als Normalmeldung (Kategorie N) eingestuft. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Ereignissen (INES) wird das Ereignis der Stufe 0 (unterhalb der Skala, keine sicherheitstechnische Bedeutung) zugeordnet.

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